Lebenslanges Lernen

 

Die Atmosphäre muss stimmen

 


 Markus Raml spricht in "Niederösterreichische Wirtschaft Nr. 32/33" davon, dass lebenslanges Lernen Pflicht und nicht Kür ist. 

 

Ich bin da ganz seiner Meinung. Wir blicken auf die steigenden Arbeitslosenzahlen und sind schockiert. Wenn ich mit einer Person spreche, die über fünfzig ist, dann sind diese Menschen häufig der Meinung, dass sie, wenn sie den Job verlieren würden, keinen neuen Job mehr bekommen würden.  

 

Stimmt auch - bedingt. Ich kenne einige Leute, die mit über 50 noch einen Job gefunden haben und das ganz leicht. Der Arbeitgeber entschied sich für diesen Menschen, weil er durch Weiterbildungen am Ball der Zeit war und auch noch über Erfahrung verfügte.

 

Die Weiterbildung liegt derzeit in Österreich laut Strukturindikator bei 15% und soll 2020 bei 20% liegen. Mit dem Alter nimmt die Weiterbildungsrate ab, Frauen und Männer bilden sich in ähnlichem Umfang weiter. 

 

Stellen Sie sich vor, Sie haben zwei Bewerber oder Bewerberinnen für eine Stelle. Eine Person hat sich seit Jahren nicht weitergebildet. Bei der anderen Person füllen die Kurse, die sie belegt hat eine ganze Seite des Lebenslaufes.

 

Für welche werden Sie sich entscheiden?

 

Laut einer Führungskräfte-Studie kann man 12,6% Rendite alleine durch Weiterbildung der Mitarbeiter erwirtschaften. 

 

Herr Raml fordert im eingangs erwähnten Artikel Anreizsysteme damit sich Menschen weiterbilden. Was ich mich frage ist:

Ist eine Tätigkeit, die mir Spaß macht, weil ich viel darüber weiß und am puls der Zeit bin nicht Anreiz genug?

Wenn ich jedoch einen Job habe, der mir keinen Spaß macht, wieso erweitere ich mein Wissen nicht in die Richtung, die mir Spaß macht und versuche den Job zu wechseln?

Sind 12,6% Rendite nicht genug um meinen Mitarbeitern Weiterbildung anzubieten?

Wenn ich arbeitslos bin; Reichen, dann AMS-Kurse aus, oder sollte ich mich zusätzlich in Eigeninitiative weiterbilden? 

 

Es müssen nicht immer Seminare oder Hochschullehrgänge sein. Bücher, Kurzvorträge und Videos im Internet sind schon einmal ein guter Anfang. 

 

Eines noch: Lernen darf auch leicht fallen und Spaß machen!

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß im nächsten Seminar, Vortrag oder mit dem nächsten Buch!

Wolfgang Scherleitner

 

 

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