Wenn das Publikum wegpennt!

  

Eine Anleitung, damit das Publikum auch wirklich einschläft!

 

 

 

 


Meistens ist es uns ein Anliegen, dass alle Zuhörerinnen und Zuhörer unseren Vorträgen gebannt folgen. Sehr oft, gerade auf wissenschaftlichen Kongressen, habe ich das Gefühl, dass die Menschen, die sich da vorne am Rednerpult festhalten eher etwas für das Schlafpensum des Auditoriums machen möchten. 

 

Heute habe ich einige Tipps wie man das Auditorium dazu bringen kann, dass das Publikum wegpennt:

1. Die monotone Rede

Wissenschaftlich relevant ist natürlich die Art und Weise einen Vortrag zu halten. Irgendwo ist sicher publiziert, dass wissenschaftlich Vortragende einen gewissen Dezibelpegel nicht überschreiten dürfen und es ist auch keinesfalls wissenschaftlich, wenn Emotionen gezeigt werden.
Emotionen von Seiten des Präsentators würden ja darauf schließen lassen, dass der vortragenden Person das Thema wichtig ist und, dass das Thema auch für die gesamte Menschheit wichtig sein könnte.

2. Beweg dich nicht!

Wir Menschen sind darauf geeicht, dass wir immer checken, ob Bewegung, die irgendwo geschieht, für uns relevant ist. Wenn sich irgendwas bewegt, dann könnte es eine Gefahr sein, oder auch unser Mittagessen.
Wenn wir uns nun auf der Bühne bewegen, besteht natürlich die Gefahr, dass die Zuhörer meinen, das, was da vorne gesprochen wird, relevant ist und sie nicht mehr einschlafen können.

3. Rede zur Präsentationswand!

Das, was da während des Vortrages auf die Wand geworfen wird, ist derart relevant, dass auch Vortragende hinschauen müssen. Würden Vortragende den Blickkontakt mit dem Publikum suchen, hätte es wahrscheinlich
den gleichen Effekt wie in Punkt 2 beschrieben. Die angeschaute Person kann nicht mehr einschlafen.

4. Zieh den Vortrag weit über das geplante Ende hinaus!

Vortragsende 15:30!
Natürlich sollen die auch was von meinem Wissen haben. Da kann ich schon einmal um 30 oder 49 Minuten überziehen.
Der Geist ist auf das Ende um 15:30 programmiert und weiß, dass ab diesem Zeitpunkt entspannt werden kann. Das macht er auch und sein Eigentümer hat keine Chance dagegen anzusteuern.

5. Ignoriere einfach, wenn du merkst, dass da unten schon einige mit dem Schlaf kämpfen!

Da unten fallen einigen die Augen zu – so eine Frechheit!!
Diese Wappler werden einfach ignoriert, die sind es gar nicht wert, dass sie meinem Vortrag lauschen.
Wenn du das bemerkst achte darauf, dass du auf gar keinen Fall die Lautstärke änderst, einen Witz erzählst, oder vielleicht sogar zu einer Übung ermutigst.
 

6. Verdunkle den Raum!

Wichtig für guten Vortragsschlaf ist, dass der Raum extrem dunkel ist und auch die Folien einen schwarzen Hintergrund haben.
 

7. Mache alle Folien ähnlich!

Ähnlich wirkende Folien sind auch ein probates Mittel, damit meine Zuhörer in Trance gehen können. Das
Unterbewusstsein glaubt das alles schon zu kennen und erholt sich mit einem kleinen Nickerchen für den nächsten, wichtigeren und spannenderen Vortrag.
 

8. Sage zehn oder 15 Mal, dass du eh gleich fertigbist!

Du bist beim Zahnarzt und der bohrt seit mindestens einem Jahrhundert in deinem Zahn herum. Das einzige was du immer wieder hörst: „Wir sind gleich fertig, lieber Patient.“
Wenn du deiner, mit dem Schlaf ringenden, Zuhörerschaft immer wieder sagst, dass du eh gleich fertig bist, dann weiß sie, dass sie nicht mehr lange schlafen darf, weil dann muss sie Applaudieren.
 

So - was ist nun zu machen?

 
Wenn du alle diese Punkte bei deinen Präsentationen wirklich einhältst, kann ich dir garantieren, dass viele Menschen gleichzeitig schlafen.
Viel Erfolg dabei!
Wolfgang Scherleitner
 

Ahjo:

Oder du machst es umgekehrt und schaust, was passiert ………………….
Und no an´s: Was hat eigentlich das Bild mit dem Schwedenbombenplatz mit dem Artikel zu tun?
Nicht viel! Außer, du hast wegen des Fotos auf diesen Blog geklickt, ihn bis hier her gelesen. 

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