Mitbewerbsanalyse

  

Zuerst muss man die Konkurrenz kennen!

 

Stimmt das überhaupt?

 

 

 

 


Als ich beschlossen habe mich mit meiner Vision selbstständig zu machen, habe ich viele Seminare besucht, die mir den Beginn und damit das Leben erleichtern sollten.

 

Beschäftigen Sie sich zuerst mit Ihrem Mitbewerb!

 

"Beschäftigen Sie sich zuerst mit Ihrem Mitbewerb!" war das, was ich bei allen Beratern zuerst gehört habe. 

 

Das habe ich auch gemacht, bis mir klar wurde, wie stark mein Mitbewerb ist. Rund um Wien gibt es viele hundert Coaches, wahrscheinlich ebenso viele Seminaranbieter und noch viele, sehr viele Unternehmensberater dazu. Ahjo, an Haufn Trainer und Trainerinnen gibt's ja auch noch. Natürlich bin ich flexibel und habe mir überlegt, dass meine Produkte für den  gesamten deutschsprachigen Raum ausrollbar sind. 

Dann hab ich das mit der Konkurrenzanalyse wieder bleiben lassen.

 

OK, das war wirklich zu sehr mit der Gießkanne gedacht. Dann hab ich mir, das hab ich auch in einem Seminar gehört, die herausgesucht, die dort sind, wo ich hin will. Dabei sollte ich groß denken. 

 

OIDAAAAA! Die waren echt groß und haben ein Budget, von dem ich derzeit noch träume. Was kann ich mir von denen abschauen? 

 

Die Homepage? Die ist auch nicht viel besser als andere Homepages. Manche waren sogar, nach Aussage meines Beraters schlechter als meine.

 

Der Facebookauftritt? Na, das kann ich nachmachen - so dachte ich. Das wurde mir auch erzählt. Da kann man, sagte mir mein Berater, bis ich erkannte, welches Budget die da reinwerfen. 

 

LinkedIn und Xing: Davon wurde mir abgeraten. "Das ist vieeeel zu teuer!"

 

So, was dann?

 

Mir wurde auf einen Schlag klar, wer wirklich etwas von dieser Arbeit hat: Der Berater, der mir diese Aufgabe gestellt hat. 

 

Ja, sorry, manchmal brauch ich a bissl länger!

  

Wenn Du in den Spuren eines Anderen gehst, kannst Du im besten Fall gleich schnell sein.

Du bleibst immer dahinter!

 

Ich habe viele Stunden in Mitbewerbsanalyse verschwendet. Viele Stunden, die mir meine eigene Kreativität, meine eigenen finanziellen Mittel und meine eigene Energie gekostet haben. Ich war frustriert, weil ich so viele Marktbegleiter (irgendwie find ich das Wort lustig) hatte, weil es so viele geschafft hatten und ich kämpfte und kämpfte. Ich war frustriert, weil ich vermittelt bekam, dass ich in den ersten Jahren nur atmen durfte, weil Luft noch gratis ist. Den Rest sollte ich in Werbung stecken. Wohnen, Essen und Trinken seien überbewertet. Ganz zu schweigen von den Dingen, die meine Kinder so brauchten. 

 

Jetzt rückblickend wäre es besser gewesen, dass ich mich mit mir selbst, meinen eigenen Produkten und meiner Zielgruppe beschäftige. 

 

Hab ein Auge auf deine Konkurrenz, aber zeranalysiere sie nicht!

 

Es ist wichtig, dass wir unsere Konkurrenz im Auge behalten. Wir können viel von ihr lernen und damit Abkürzungen nehmen. Wettbewerb ist auch gut, weil die Konkurrenz für uns Werbung macht, indem sie für sich Werbung macht. 

 

Ganz wenige Unternehmen sollten und müssen ihre Konkurrenz ganz genau beobachten und analysieren. Für die meisten Unternehmerinnen und Unternehmer ist es wichtig, dass sie sich auf sich selbst konzentrieren und ihre Vision schnurgerade verfolgen.

 

Ich wünsche dir viel Spaß, wenn dir die Konkurrenz wieder ein wenig weiterhilft!

Wolfgang Scherleitner

 

 

Ahjo: Was bei dem Ganzen auch immer vergessen wurde ist das: Was hab ich davon? Diese Frage stellt sich der Mensch, der bei dir kauft oder bucht. Kannst du diese Frage beantworten?


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