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Alles hat seinen Preis

Viele möchten im Neuen Jahr erfolgreicher sein, abnehmen, einen neuen Partner oder eine neue Partnerin, mehr Geld oder mehr Freizeit. Was den wenigsten bewusst ist, ist, dass wir dafür einen Preis zu zahlen haben.

Beginnen wir beim Wunschgewicht: Nach den Weihnachtsfeiertagen ist das vermutlich der Neujahrsvorsatz Nummer 1. Ein bestimmtes Gewicht erreichen oder eine bestimmte Anzahl an Kilos abnehmen. Der Preis der dafür zu zahlen ist, ist augenscheinlich – viiiiiieeeeel weniger essen.

Leider stimmt das nicht ganz. Das ist nur die halbe Wahrheit.

Mit dem Wunschgewicht nehmen wir an, bekommen wir einen tolleren Partner oder eine tollere Partnerin, einen besseren Job, fühlen uns wohler, können tollere Kleidung tragen und sind dadurch erfolgreicher. Der Preis ist nur weniger essen.

Stimmt leider gar nicht!

Möglicherweise sind die Auswirkungen wirklich die, die ich oben beschrieben habe – das weiß ich nicht. Der Preis ist nicht der, den ich oben beschrieben habe. Weniger Essen bedeutet: Sie gehen mit Freuden in eine Pizzeria, der Pizzaduft kommt schon auf der Straße von dem Lokal entgegen. Sie wissen Sie müssen, ob Sie wollen oder nicht, eine niederkalorische Speise bestellen – nicht Ihr Lieblingsessen und auch kein Dessert. Ihre Freunde werden Sie mit Fragen und Verlockungen zu bombardieren. Achja, es gibt auch nur Soda- oder Mineralwasser. Sie haben Diskussionen, weil Sie ja „gaaar nicht soooo dick“ sind. Einmal können Sie sich doch was genehmigen.

Nebenbei tut Hunger weh und Heißhunger kann einen förmlich wahnsinnig machen.

persönliche Freiheit

Sind Sie bereit diesen Preis zu zahlen?

Eine neue Partnerin, oder überhaupt eine Partnerin oder ein Partner. Viele Singles, die ich im Coaching habe, sind der Meinung, dass es da keinen Preis zu zahlen gibt. Es gibt aber einen Preis – die eigene, persönliche Freiheit!

Sie können am Wochenende nicht mehr aufstehen, wann Sie wollen, Sie müssen den Tagesablauf auf jemand anderen abstimmen. Sie müssen beim Einkauf der Lebensmittel an jemand anderen denken, sogar, wann Sie essen. Sie müssen daran denken ob und wann Sie Fernsehen, Schlafen oder Duschen gehen. Ja, manchmal ist es sogar eine Herausforderung vor der Toilettentüre mit einer übervollen Blase zu warten.

Vergessen Sie bitte nicht: Ihr Freundeskreis wird sich mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner verändern.

Sind Sie bereit den Preis zu zahlen?

Erfolg, Karriere, Ruhm

Erfolg, Karriere, Ruhm und Reichtum wird oft in einem Atemzug genannt. Haben Sie eine Familie, dann werden Sie Ihre Familie weniger sehen. Haben Sie (noch) keine Familie, hindern Sie Erfolg, Karriere, Ruhm und Reichtum vielleicht daran den passenden Menschen für eine Familiengründung zu finden. Sie werden Ihre Freunde weniger sehen und ihr Freundeskreis wird sich verändern. Sie werden arbeiten, wenn andere in der Pizzeria andere Probleme haben. Sie werden sich wünschen deren Probleme zu haben.

Sind Sie bereit den Preis zu zahlen?

Die Antwort für diese Fragen ist einfach und immer die selbe: Wenn das was ich dafür bekomme besser ist als der Preis, den ich zu zahlen habe, dann bin ich bereit den Preis dafür zu zahlen.

Wenn Sie etwas erreichen möchten, machen Sie Bilanz! Was habe ich davon und was muss ich dafür geben? Ist die Bilanz positiv, dann lohnt es sich.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

Wolfgang Scherleitner

 

An´s no: Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich jeden Dienstag um 20:00 in Training fuhr und von der U6 aus in die Zimmer schaute. Ich stellte mir vor, dass diese Menschen gerade „Universum“ sahen und ich hatte einen großen Wunsch: nur einmal möchte ich am Dienstag am Abend gemütlich vor dem Fernsehre sitzen und „Universum“ schauen. Es war einer der Preise, den ich für meinen Erfolg als Leistungssportler zu zahlen hatte – und er war es wert!

 

Figur bei Zotter

Immer diese Entscheidungen!

Täglich treffen wir mehrere tausend Entscheidungen: Ob wir den Wecker abdrehen und aufstehen, oder noch ein wenig schlummern möchten, was wir zum Frühstück essen, welche Kleidung wir tragen, welchen Weg wir nehmen, ob wir hier oder dort über die Straße gehen usw.

Wir sollten also glauben, dass wir im Entscheidungentreffen trainiert sind. Stehen, aber wichtige Entscheidungen an, dann ist das schon nicht mehr so einfach. Wir wissen nicht, was wir machen sollen. Dabei wäre es auch hier so einfach wie in den oben beschriebenen Beispielen. Was uns fehlt ist die Übung bei dieser Art von Entscheidungen.

Es gibt drei Arten von Entscheidungen:

  1. Die richtige Entscheidung
  2. Die falsche Entscheidung und
  3. Keine Entscheidung

Die schlechteste Variante ist die dritte. Bei der ersten Variante bekomme ich Feedback und hab auch noch die richtige Entscheidung getroffen. Bei der zweiten hab ich zwar die falsche Entscheidung getroffen, ich bekomme aber Feedback und weiß was falsch ist. Bei der dritten weiß ich gar nix und bin kein Stückerl gescheiter geworden. Es wird aber trotzdem etwas passieren, nur habe ich keinen Einfluss darauf.

Wir treffen Entscheidungen ohnehin immer aus dem Bauch heraus.

Gut beraten – von sich selbst beraten – ist man, wenn man so viele Informationen wie möglich einholt. Dann distanzieren Sie sich von dem Problem und entscheiden aus dem Bauch heraus. Vertrauen Sie darauf, was Sie schon können und wissen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß im Neuen Jahr und bei Ihren Entscheidungen!

Wolfgang Scherleitner

 

An´s no: Ich habe mit mir etwas ausgemacht: Wenn ich die vermeintlich falsche Entscheidung getroffen habe, dann gehe ich steif und fest davon aus, dass die andere Entscheidungsmöglichkeit einfach noch nicht dran war und ich noch lernen musste.

 

Kontakt

Per Impulsum e.U.
DI Wolfgang Scherleitner

Feldgasse 37
2512 Tribuswinkel