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Was hab ich davon?

Heute geht es um die zentrale Frage in allem, was um uns geschieht.

Ja ich meine das tatsächlich so wie ich es gerade geschrieben habe. In meinem Blog vom „Das ganze Leben ist Verkauf“ ging es unter anderem darum, dass selbst das Tischabräumen der Kinder verkaufen ist.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon Eltern lächeln. Sie haben auch schon diesen bestimmten Satz von Ihren Sprößlingen gehört, nachdem Sie sie zum Tischabräumen aufgefordert hatten? „Was hab ich davon?“ Der augenscheinliche Grund: „Einen sauberen Tisch!“ war zu wenig.

Als ich ein Kind war, war ich mit Wichtigerem beschäftigt als den Tisch sauber zu halten. Ich hatte Welten zu retten, Auto- oder Motorradrennen zu fahren, Feuer zu löschen, den Mond zu erforschen und, und, und……

Wenn ich meinen Kindern zusehe, dann geht es ihnen genau so. Sie haben keine Zeit sich mit Unwichtigem zu beschäftigen. Aus ihrer Sicht das Unwichtigste überhaupt, die Schule, füllt den größten Teil ihres Lebens. Warum sollen sie dann noch zusätzliche Zeit mit Tischabräumen vergeuden?

Jetzt einmal ehrlich: Was haben die echt davon?

Ähnlich wie den Kindern geht es auch uns Erwachsenen. Wir verbringen viel Zeit mit Tätigkeiten, die wir halt machen müssen, weil die Welt oder sonst wer, das von uns verlangt.

Wenn wir erwachsen werden, stellen wir die Frage oft und wir haben Recht sie zu stellen. Da gibt es leider ein Problem: Wir bekommen immer wieder eine auf den Deckel mit Aussagen: „Das ist halt so!“, „Das macht man so!“, „Das muss man einfach machen!“.

Alle, die mich kennen, wissen, dass ich so meine Schwierigkeiten mit dem Wort „man“ habe.

Die Frage: „Was hab ich davon?“ existiert in unserem Innersten weiter!

Meine Beobachtung ist, dass alle, ich meine jetzt wirklich ALLE, ein Problem mit dem Wort „man“ haben. Den meisten Menschen ist das nicht bewusst. Das ist wie ein Virus, das von uns Besitz ergriffen hat. Irgendwann gelangte es in unser Gehirn und wütet dort. Das ist so radikal, dass wir die wirklich wichtige Frage unseres Lebens vergessen haben:

Was hab ich davon?

Diese Frage ist so wichtig, dass sie ausschlaggebend dafür ist, ob wir glücklich sind oder nicht!

Habe ich nichts davon, so wirklich gar nichts, dann werde ich mit dem was ich tue oder habe nicht glücklich sein.

Vielleicht erkennst Du jetzt, dass das in Deinem Leben auch so ist. Solltest Du nun denken das ist Quatsch komm mit mir auf eine kurze Reise!

Hast Du jetzt gerade gedacht – „Was hab ich davon?“ Dann bist Du auf dem richtigen Weg, Dir wurde diese Frage noch nicht abmontiert. Wenn nicht, komm mit auf die Reise:

Stell Dir vor Du fährst auf Urlaub! Dieser Urlaub wird Dir auch noch gezahlt und Du bekommst  Sonderurlaub. Was ist Dein Traumziel? Wo möchtest Du unbedingt hin!

Stell Dir einen Urlaubsort, wo Du auf gar keinen Fall hin möchtest! Der Ort ist so schlimm für Dich, dass es aus Deiner Sicht eine Katastrophe ist auch nur eine Stunde dort zu sein.

Nun stell Dir vor, Du musst, weil jemand Anders es gesagt und beschlossen hat genau dort hin! Der weiß nur nicht, dass Du dort nicht hin willst. Weil der Jemand nett zu Dir sein möchte, schickt er Dich gleich drei Wochen dort hin.

Wie geht es Dir mit der Vorstellung? Du darfst doch auf Urlaub fahren! Du bekommst ihn bezahlt, Du musst nicht einmal Deinen eigenen Urlaub dafür hernehmen, Du hast doch Sonderurlaub!

 

Guat gmant is oft is Gegenteil von guat!

Kennst Du den Satz: „Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut!“

Das würde in diesem Fall genau zutreffen. Dieser besagte Jemand hat es ja mit Dir gut gemeint. Was der nicht weiß ist, dass es für Dich dort so schlimm ist, dass Du es dort einfach nicht aushältst.

Nun stell Dir einen Kunden von Dir vor: Du möchtest ihm etwas verkaufen. Du präsentierst und Du präsentierst wirklich gut. Er stellt auch einige Fragen, nur eine stellt er Dir nicht:

„Was hab ich davon?“

Klar stellt Dein hoffentlich zukünftiger Kunde diese Frage. Er stellt sie nur nicht Dir indem er sie ausspricht. Er denkt sie. Er denkt sie immer! Die wurde ihm nämlich nicht abmontiert. Abmontiert wurde nur die Offenheit die Frage auch auszusprechen.

Beantworte ihm diese Frage und er wird bei Dir kaufen!

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Entdecken von dem, was Du und alle anderen Menschen davon haben!

Wolfgang Scherleitner

 

 

An´s no: Beobachte Kinder und erinnere Dich. Das was die können, konntest Du auch einmal und mit ein wenig Übung kannst Du es auch wieder!

 

free beer

Alles hat seinen Preis

Viele möchten im Neuen Jahr erfolgreicher sein, abnehmen, einen neuen Partner oder eine neue Partnerin, mehr Geld oder mehr Freizeit. Was den wenigsten bewusst ist, ist, dass wir dafür einen Preis zu zahlen haben.

Beginnen wir beim Wunschgewicht: Nach den Weihnachtsfeiertagen ist das vermutlich der Neujahrsvorsatz Nummer 1. Ein bestimmtes Gewicht erreichen oder eine bestimmte Anzahl an Kilos abnehmen. Der Preis der dafür zu zahlen ist, ist augenscheinlich – viiiiiieeeeel weniger essen.

Leider stimmt das nicht ganz. Das ist nur die halbe Wahrheit.

Mit dem Wunschgewicht nehmen wir an, bekommen wir einen tolleren Partner oder eine tollere Partnerin, einen besseren Job, fühlen uns wohler, können tollere Kleidung tragen und sind dadurch erfolgreicher. Der Preis ist nur weniger essen.

Stimmt leider gar nicht!

Möglicherweise sind die Auswirkungen wirklich die, die ich oben beschrieben habe – das weiß ich nicht. Der Preis ist nicht der, den ich oben beschrieben habe. Weniger Essen bedeutet: Sie gehen mit Freuden in eine Pizzeria, der Pizzaduft kommt schon auf der Straße von dem Lokal entgegen. Sie wissen Sie müssen, ob Sie wollen oder nicht, eine niederkalorische Speise bestellen – nicht Ihr Lieblingsessen und auch kein Dessert. Ihre Freunde werden Sie mit Fragen und Verlockungen zu bombardieren. Achja, es gibt auch nur Soda- oder Mineralwasser. Sie haben Diskussionen, weil Sie ja „gaaar nicht soooo dick“ sind. Einmal können Sie sich doch was genehmigen.

Nebenbei tut Hunger weh und Heißhunger kann einen förmlich wahnsinnig machen.

persönliche Freiheit

Sind Sie bereit diesen Preis zu zahlen?

Eine neue Partnerin, oder überhaupt eine Partnerin oder ein Partner. Viele Singles, die ich im Coaching habe, sind der Meinung, dass es da keinen Preis zu zahlen gibt. Es gibt aber einen Preis – die eigene, persönliche Freiheit!

Sie können am Wochenende nicht mehr aufstehen, wann Sie wollen, Sie müssen den Tagesablauf auf jemand anderen abstimmen. Sie müssen beim Einkauf der Lebensmittel an jemand anderen denken, sogar, wann Sie essen. Sie müssen daran denken ob und wann Sie Fernsehen, Schlafen oder Duschen gehen. Ja, manchmal ist es sogar eine Herausforderung vor der Toilettentüre mit einer übervollen Blase zu warten.

Vergessen Sie bitte nicht: Ihr Freundeskreis wird sich mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner verändern.

Sind Sie bereit den Preis zu zahlen?

Erfolg, Karriere, Ruhm

Erfolg, Karriere, Ruhm und Reichtum wird oft in einem Atemzug genannt. Haben Sie eine Familie, dann werden Sie Ihre Familie weniger sehen. Haben Sie (noch) keine Familie, hindern Sie Erfolg, Karriere, Ruhm und Reichtum vielleicht daran den passenden Menschen für eine Familiengründung zu finden. Sie werden Ihre Freunde weniger sehen und ihr Freundeskreis wird sich verändern. Sie werden arbeiten, wenn andere in der Pizzeria andere Probleme haben. Sie werden sich wünschen deren Probleme zu haben.

Sind Sie bereit den Preis zu zahlen?

Die Antwort für diese Fragen ist einfach und immer die selbe: Wenn das was ich dafür bekomme besser ist als der Preis, den ich zu zahlen habe, dann bin ich bereit den Preis dafür zu zahlen.

Wenn Sie etwas erreichen möchten, machen Sie Bilanz! Was habe ich davon und was muss ich dafür geben? Ist die Bilanz positiv, dann lohnt es sich.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

Wolfgang Scherleitner

 

An´s no: Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich jeden Dienstag um 20:00 in Training fuhr und von der U6 aus in die Zimmer schaute. Ich stellte mir vor, dass diese Menschen gerade „Universum“ sahen und ich hatte einen großen Wunsch: nur einmal möchte ich am Dienstag am Abend gemütlich vor dem Fernsehre sitzen und „Universum“ schauen. Es war einer der Preise, den ich für meinen Erfolg als Leistungssportler zu zahlen hatte – und er war es wert!

 

Figur bei Zotter

Immer diese Entscheidungen!

Täglich treffen wir mehrere tausend Entscheidungen: Ob wir den Wecker abdrehen und aufstehen, oder noch ein wenig schlummern möchten, was wir zum Frühstück essen, welche Kleidung wir tragen, welchen Weg wir nehmen, ob wir hier oder dort über die Straße gehen usw.

Wir sollten also glauben, dass wir im Entscheidungentreffen trainiert sind. Stehen, aber wichtige Entscheidungen an, dann ist das schon nicht mehr so einfach. Wir wissen nicht, was wir machen sollen. Dabei wäre es auch hier so einfach wie in den oben beschriebenen Beispielen. Was uns fehlt ist die Übung bei dieser Art von Entscheidungen.

Es gibt drei Arten von Entscheidungen:

  1. Die richtige Entscheidung
  2. Die falsche Entscheidung und
  3. Keine Entscheidung

Die schlechteste Variante ist die dritte. Bei der ersten Variante bekomme ich Feedback und hab auch noch die richtige Entscheidung getroffen. Bei der zweiten hab ich zwar die falsche Entscheidung getroffen, ich bekomme aber Feedback und weiß was falsch ist. Bei der dritten weiß ich gar nix und bin kein Stückerl gescheiter geworden. Es wird aber trotzdem etwas passieren, nur habe ich keinen Einfluss darauf.

Wir treffen Entscheidungen ohnehin immer aus dem Bauch heraus.

Gut beraten – von sich selbst beraten – ist man, wenn man so viele Informationen wie möglich einholt. Dann distanzieren Sie sich von dem Problem und entscheiden aus dem Bauch heraus. Vertrauen Sie darauf, was Sie schon können und wissen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß im Neuen Jahr und bei Ihren Entscheidungen!

Wolfgang Scherleitner

 

An´s no: Ich habe mit mir etwas ausgemacht: Wenn ich die vermeintlich falsche Entscheidung getroffen habe, dann gehe ich steif und fest davon aus, dass die andere Entscheidungsmöglichkeit einfach noch nicht dran war und ich noch lernen musste.

 

Neubeginn

Ich musste wieder ganz von unten beginnen!

Keine Angst! Ich erzählen Ihnen jetzt nicht von einer Zeit, die ich zum Glück nie hatte, in der ich alles verloren hatte und ohne allem von Neuem beginnen musste. Wovon ich Ihnen heute erzähle ist eine andere Sichtweise.

Wir hören und lesen immer wieder von Menschen, die alles verloren haben und mit Null wieder von Neuem beginnen mussten. Sie hatten Schulden und keine Freunde. Ich habe großen Respekt vor diesen Menschen. Sie haben etwas geschafft, an dem andere zerbrochen sind.

Nur – ganz von Neuem haben sie nicht begonnen. Es war eine Art durchstarten. Diese Menschen haben Wissen, Erfahrung und Kontakte, die sie nach dem Neustart wieder verwenden können. Klar, viele, sehr viele von ihren Kontakten wollten nichts mehr von ihnen wissen und viele haben auch noch deppert über sie geredet.

unbezahlbares Wissen

Meistens wissen sie wie ihr Business funktioniert und wie es nicht funktioniert. Das ist unbezahlbares Wissen. Deshalb sage ich auch, dass das kein Neuanfang ist, sondern ein Durchstarten.

Ich kenne einen Unternehmer, der hatte eine wirklich große Firma in Österreich. Mit dieser Firma schlitterte er in die Pleite. Nach einer Selbstfindungsphase und Wundenlecken – was im Übrigen aus meiner Sicht extrem wichtig ist – eröffnete er eine neue Firma und ist wieder erfolgreich. Er ist wieder auf dem Weg zur Spitze.

Er erzählt auch immer, dass er wieder von ganz unten begonnen hat, nur stimmt das aus meiner Sicht nicht ganz. Nach seinem Konkurs musste er mehr als 8.000 monatlich der Bank zurückzahlen und das über einige Jahre.

Wenn es wirklich ein Neubeginn ist, dann ist das beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Ich kenne keinen Menschen, der nach der Schule, nach dem Studium oder am Beginn seiner Selbstständigkeit, also bei einem echten Anfang in der Lage gewesen wäre aus eigener Kraft monatlich so viel Geld zu zahlen. Jemand, der das kann, weiß wie das Spiel gespielt wird.

Ein Neubeginn unterscheidet sich extrem stark von einem tatsächlichen Beginn – also ohne „Neu“. Am Beginn hat man vielleicht eine Ahnung wie das Spiel funktioniert und man hat keine Erfahrung.

Wenn Sie am Beginn stehen

Also, wenn Sie am BEGINN stehen, dann dauert das im Normalfall. Sie brauchen Zeit zu lernen, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen zu sammeln. Das Eine oder Andere kann man abkürzen, alles geht nicht. Auch wenn die Erfolgsgeschichte von vielen toll aussieht, hat es doch Jahre gedauert bis sie erfolgreich waren. Im Nachhinein wirken zwei, drei, fünf oder zehn Jahre kurz. Ist man jedoch mitten drinnen, dann kommt diese Zeit ewig vor.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit IHREM ganz persönlichen Beginn!

Wolfgang Scherleitner

 

An´s no: Abkürzen können wir, indem wir von diesem Menschen, die auch Fehler gemacht haben lernen. Wir können übernehmen was funktioniert hat und ihre Fehler brauchen wir nicht mehr ausprobieren.

 

 

Speedreading

Was tun, wenn viel zu lesen ist?

Noch nie zuvor war es so einfach Bücher zu veröffentlichen. Wir haben eine weitere Grenze überschritten.

Vielleicht ist sie nicht so bedeutungsvoll wie es die Erfindung des Buchdrucks war. Wir bedienen uns neuer Techniken Wissen öffentlich zu machen. Für mich steht außer Frage, dass wir uns auch neuer Techniken in der Wissensaufnahme bedienen müssen.

Heute beschäftige ich mich mit einem althergebrachten Weg der Wissensaufnahme – dem Lesen.

In meiner Zeit als Schüler war lesen für mich nur lästige Pflicht, oft eine Qual. Später entdeckte ich das Lesen als schöne Freizeitbeschäftigung. Jetzt kommt noch dazu, dass ich Möglichkeiten entdeckt habe, wie ich sehr schnell an sehr viel Wissen heran komme.

Wenn ich mich auf ein Seminar vorbereite, einen Artikel oder ein Buch schreibe, nehme ich mir gleich mehrere Bücher zur Hand. In meiner Buchhandlung (und es war nicht einfach eine gute Buchhandlung zu finden) bin ich schon dafür bekannt, dass ich nie nur ein Buch bestelle, es sind immer gleich mehrere.

Wir verbrauchen Zeit für Unnötiges

Klar lese ich nicht jedes Buch Buchstabe für Buchstabe. Machen Sie mit mir einen Versuch!

  • Nehmen Sie sich das nächstgelegene Trum her, in oder auf dem mehr als 20 Sätze geschrieben sind! Das kann ein Buch, eine Zeitschrift, die Tageszeitung, die Gemeindepost oder eine Infobroschüre sein.
  • Nehmen Sie einen Textmarker, Buntstift oder Filzstift zur Hand.
  • Markieren Sie die Teile, die für Sie jetzt zu diesem Zeitpunkt von Bedeutung sind. Also warum dieses Schriftstück in Ihrer Reichweite liegt. Seien Sie streng dabei!
  • Wieviel haben Sie markiert? Schätzen sie die %, die für Sie jetzt von Bedeutung sind!

Sind es 50 oder 60%? Oder noch weniger?

Das würde bedeuten, Sie verbrauchen einen großen Teil Ihrer Zeit zum Lesen von unwichtigem Text. Text, der jetzt gerade für Sie nicht von Bedeutung ist. Das kostet unnötig Zeit. Zeit, die Sie sinnvoller nützen könnten.

Es gibt viele verschiedene Techniken, die es uns möglich machen viel Wissen in kurzer Zeit auf zu nehmen. Es gibt auch Techniken, die es möglich machen nur diese wenigen Passagen eines Buches zu finden, die jetzt zu diesem Zeitpunkt, also jetzt gerade, wichtig sind.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß wenn Sie gelassen an einen Stapel von Literatur herangehen!

Wolfgang Scherleitner

 

 

Ans no: Sehr oft ist es der Fall, dass heute etwas Anderes wichtig ist, als vielleicht in einigen Wochen, Monaten oder Jahren. Diese Informationen können durchaus im selben Buch stehen.

 

Frostschaden

Frostschaden

Die gemeinsame Sprache, die uns trennt

Es war Winterende. Ich begann die ersten Arbeiten in meinem Garten. Das Laub aus unserem Schwimmteich fischen und mir mit gefrorenen Fingern zu schwören, dass ich diesmal im Herbst ein Netz über den Teich spannen werde. Unser Schwimmteich hat einen Skimmerteich. Also keinen Skimmer mit Filter und so, sondern einen kleinen Teich nebenbei, durch den das Wasser abgesaugt wird und die Pflanzen und Tiere darin reinigen das Teichwasser.

Da im Winter das Wasser im Skimmerteich gammelig wird, muss es ausgepummt werden. Das war für diesen Tag auch geplant. Als ich den Stecker der Pumpe in die Steckdose stecken möchte, fällt ein Teil des Putzes von der Wand im Garten.

Es war ein strenger Winter und für mein Gefühl war kein einziger Tag ohne Frost gewesen. Somit war ich darüber nicht überrascht. Ich hatte ja auch selbst aus alten übriggebliebenem Material den Putz aufgetragen. Mein erster Gedanke, war: „Na jo, host wieda wos zum tuan. Hiaz mochst es oba gscheit!“

In dem Moment, als ich mir das dachte, schaute unser Nachbar, ein echt netter Mensch, der aus Deutschland zu uns gezogen war über den Zaun und sage: „Hast nen Frostschaden?“

FROSTSCHADEN!!!! So a Schaaaa…. ich hob an FROSTSCHADEN!!!!! Verda….. jetzt konn ich wieda ois neig mochn! habe ich mir beinahe gedacht.

So tragisch war´s dann doch nicht, ich erkannte schnell das Unbehagen wegen einer Kleinigkeit und antwortete: „Naja bei dem Winter. Wenn das alles ist, was ich an Frostschaden heuer finde, bin ich zufrieden.“

Mein Nachbar: „Ja, da haste Recht. Ich bin auch schon gespannt was mich im Garten alles erwartet.“

Nach einem kurzen Plauscherl ging mein Nachbar weiter und ich machte mir so meine Gedanken, wie ein einziges Wort mein Gefühl geändert hatte. Ich beschloss einen Blogartikel darüber zu schreiben, weil das ein gutes Beispiel für Missverständnisse sein kann.

Für meinen Nachbarn ist „Frostschaden“ halt nur ein Wort, für mich bedeutet das zumindest viel Arbeit, zu der ich gar keine Lust habe.

Immer wieder gibt es Wörter, die uns auf die Palme bringen und die die Person gegenüber gar nicht so meint. Wenn wir das erkennen, dann wird es einige Konflikte gar nicht geben und es wir uns leichter fallen mit anderen Menschen zu kommunizieren.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Erkennen von Wörtern, die andere anders meinen als Sie selbst!

Wolfgang Scherleitner

Selbstgespräch

Sich selbst zuhören – Selbstgesprächsregulation

Was geht denn jetzt ab? Der hört einfach auf?

Ein Freund von Ihnen läuft bei einem Stadtlauf mit. Plötzlich und komplett unvermutet gibt er auf. Was ist passiert?

Aus der Sicht des Freundes:

Heute gehts echt gut. Ich bin locker und gut im Plan. Puls und Zeit sind genau dort, wo mein Trainer und ich geplant haben.

Dann, so ungefähr in der Mitte: der Strecke meine Beine werden schwer. Kein Problem, damit habe ich gerechnet. Genau in dem Moment kommt ein Konkurrent von hinten. Ich höre wie er hinter mir nachläuft und das Tempo hält. Wenn ich jetzt durchhalte, kann ich ihn wieder abschütteln. In dem Moment wird er schneller, kommt auf meine Seite und läuft locker und entspannt neben mir her. Er läuft genau mein Tempo. Was will der? Er wird schneller. Jetzt dran bleiben. Jetzt nur nicht den Anschluss verlieren. Der wird immer schneller. Ich schaffe es nicht an ihm dran zu bleiben. Er wird immer kleiner. Mein Puls ist extrem hoch. Ich muss ihn wieder runter bekommen. So ein A….., wieso rennt der mein Tempo, wenn ich eh keine Chance gegen ihn habe. Sch….. meine Zeit wird schlechter und den Puls bekomme ich auch nicht in den Griff. Jetzt bekomme ich auch noch einen Krampf im Bein. Sogar meine Schultern tun weh. Ich bin viel zu verspannt um eine gute Zeit zu schaffen. Schon wieder überholt mich einer. So wie der rennt, müsste ich ihn locker einstecken. Heute ist echt ein Sch….tag. Ich mag nicht mehr. Komm! A bissl geht´s no! Nur noch ein paar Kilometer! Wie war das mit dem aus dem Körper aussteigen und sich selbst laufen sehen? Wieso geht das jetzt nicht? Also heute funktioniert überhaupt nichts. Wenn ich mich nicht bald einkrieg hör ich auf. Dann soll´s halt heute nicht sein. Ich glaub heute soll´s einfach nicht sein. Ich hör auf…..

Wenn das Selbstgespräch umschlägt

Lange bevor Menschen mit einem Unternehmen aufhören, schlägt ihr Selbstgespräch um. Ja, ich habe das Wort „Unternehmen“ bewusst gewählt. Ich meine damit sowohl sportliche Aktivitäten, Wettkämpfe, Beziehungen und auch den Job und die eigene Firma.

Zunächst läuft alles gut. Alles rennt so wie gedacht. Aller Anfang ist schwer, aber wir sind auf einem guten Weg. Dann ist der Anfang vorbei und wir sollten durchhalten. Wir beginnen uns Gedanken zu machen. Meist drehen sich die Gedanken im Kreis. So wie bei dem oben beschriebenen Läufer.

Wenn wir erkennen, dass unser Selbstgespräch umschlägt und wir wissen, dass wir genau jetzt gegensteuern müssen, dann ist es einfach. Große Dinge sind zu Beginn immer klein. Das gilt auch beim Selbstgespräch. Wenn wir es ein wenig später erkennen, auch kein Problem. Nachdem wir es erkannt haben, können wir gegensteuern.

Reguliere dein Selbstgespräch

Um mein Selbstgespräch regulieren zu können muss ich zuhören. Ich muss mir selbst zuhören! Wenn ich vor mich herlabere und mein Selbstgespräch zu einem unkontrollierten Mantra werden lasse, dann kann es entgleiten. Erkenne ich, was ich mir da selbst erzähle, dann kann ich direkt auf meine Motivation einwirken.

Meistens schlägt lange bevor wir aufgeben das Selbstgespräch um. Wenn ich erkenne, dass mein Selbstgespräch am Umgeschlagen ist, habe ich noch viel Zeit bis ich aufgebe. Ich habe noch viel Zeit mein Selbstgespräch in eine gute Richtung zu lenken.

Kennen Sie schon Techniken zur Selbstgesprächsregulation, dann achten Sie in den nächsten Tagen auf Ihr Selbstgespräch und üben Sie wieder ein wenig.

Kennen Sie diese Techniken nicht, es gibt viele gute Bücher darüber. Wenn Sie einen Tipp haben möchten gehen Sie einfach auf mein Kontaktformular. Schreiben Sie mir kurz hinein worum es geht und wieviel Sie über dieses Thema schon wissen. Ich schicke Ihnen ein paar Vorschläge.

Oder Sie gehen zu einem Coach oder Mentaltrainer. Diese Menschen sind genau darauf spezialisiert und können Ihnen in kurzer Zeit Techniken zeigen.

Was wir alle machen müssen, damit wir unsere Selbstgespräche in den Griff bekommen ist:

Uns selbst zuhören!

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß, bei Ihrem Unternehmen!

Wolfgang Scherleitner

 

Blume aus Garten

Ehrlichkeit ist einfacher

Während meiner Zeit als Medizinprodukteberater wurden bei einem Verkaufsgespräch meine Worte angezweifelt. „Stimmt das auch was Sie da sagen?“ Eine Aussage, die ich oft hörte. Meine Antwort war auch für mich überraschend: „Ich sage immer die Wahrheit!“

Naja nun wissen wir, dass das so nicht ganz stimmt, weil jeder Mensch täglich mehrere Male flunkert. Zum Beispiel bei der Frage: „Wie geht es Dir?“ Die Antwort ist fast immer: „Gut“ – auch wenn´s nicht stimmt.

Das meinte ich zu dem Zeitpunkt als mir die Frage über meine Ehrlichkeit gestellt wurde jedoch nicht. Mein Gegenüber war auch nicht auf den Mund gefallen und sagte: „Dann sind Sie aber eine Ausnahme in Ihrer Berufsgruppe.“

„Das weiß ich nicht, kann und will ich nicht beurteilen. Was ich weiß ist, dass ich es mir mit Ehrlichkeit leichter mache.“

Ich mache es mir mit Ehrlichkeit einfacher!

Damals wusste ich noch nicht wieviel Wahrheit in diesem Satz liegt. Sage ich die Wahrheit und bastle nicht daran herum, dann muss ich mir das gebastelte auch nicht merken. Weil die Wahrheit kenne ich ja schon.

Es gibt Situationen, bei denen niemand mit einer ehrlichen Aussage rechnet: A waun i amoi an Schaaaaa…. baut hob, dann bleibe ich ehrlich. Auf den ersten Blick mag es vielleicht leichter sein eine Ausrede zu (er)finden. Nur die muss ich mir dann auch merken und die muss in mein restliches Leben integriert werden. Das ist mir einfach zu kompliziert, deshalb halte ich dann einfach den Kopf hin und stehe zu meinem Missgeschick.

Nur so nebenbei: Es wurde immer honoriert, wenn ich auch Fehler zugegeben habe und dazu gestanden bin.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß, wenn Sie Menschen mit Ehrlichkeit überraschen!

Wolfgang Scherleitner

 

An´s no: Noch was zu dem Bild: Als ich im Internet nach Bildern über Ehrlichkeit gesucht habe, habe ich ganz viele gefunden, die Menschen oder Hände zeigen, bei denen die Finger überkreuzt sind. Ich finde das Interessant, ich suche nach Ehrlichkeit und finde das Symbol für das Gegenteil, aber nix was Ehrlichkeit symbolisiert. Deshalb habe ich beschlossen eine Blume aus meinem Garten als Bild für Ehrlichkeit zu nehmen. Die wächst, ob i an Schas red oder net.

 

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Sender und Empfänger – wichtig ist, was ankommt

Immer wieder kommt es vor, dass die Botschaft, die wir gerne übermitteln möchten, nicht ankommt. Sind die wirklich alle so doof, oder ……. oder liegt es vielleicht doch an mir?

Stelle die richtige Frage!

1992 starb mein Großvater. Das war auch das Jahr, in dem ich zum Bundesheer musste. Ich rückte im Oktober ein. Bei der Grundausbildung hatte ich noch Glück mit dem Wetter, es war ein warmer Oktober. Im November wurde ich zur Fahrschule abkommandiert. Sie wählten erfahrene Fahrer aus, also, es wurden all jene ausgewählt, die seit mehr als 3 Jahren einen Führerschein hatten. Da ich im zivilen Leben den Führerschein für LKW besaß, wurde ich für die Ausbildung am LKW ausgewählt.

Nach der Fahrschule fasste ich einen Steyr 680M aus. Dieses Auto, ein LKW, hatte 120 PS mit Turbomotor und …… war zwei Jahre älter als ich. Natürlich war da kein Autoradio drinnen – bis ich kam!

Mein Opa war Schrankenwärter gewesen. Das waren die, die den Schranken, vor Eintreffen des Zuges mit einer Handkurbel schlossen und danach wieder öffneten. Für ihn war es Zeit seines Lebens wichtig gewesen die Wetterwerte der Bundesländer zu kennen. Damit konnte er einschätzen, wie das Wetter über Österreich zog und ob es ihn betreffen würde. Deshalb war es für ihn bis zu seinem Tod wichtig, um vier Uhr morgens die Nachrichten zu hören und die Wetterwerte zu notieren. Als er das nicht mehr konnte, machte ich das für ihn – halt nicht mehr um vier, sondern im Laufe des Tages.

Wenn nicht das eigentliche Können entscheidet

Dazu hatte er ein Radio – eh kloar! Dieses Radio bekam nach seinem Tod ich. Ich nahm es und hängte es an die Gewehrhalterung in meinem 680er. Du kannst dir sicher vorstellen, dass der Empfang so gut wie nicht vorhanden war. Also baute ich die Antenne aus, hängte ein Kabel dran und verband dieses Kabel mit meiner Fahrerkabine. So hatte ich immer den besten Empfang. Sehr schnell wollten alle Unteroffiziere und Offiziere mit mir fahren – meine Fahrkünste waren es wahrscheinlich nicht.

Naja, immer besten Empfang hatte ich nicht. Da gab es eine Kurve zwischen Korneuburg und Wien, bei der ich keinen Empfang hatte. Meine Fahrzeugkommandanten begannen regelmäßig am Radio zu drehen. Der Empfang war erst nach einigen hundert Metern wieder da.

Erstaunlicher Weise, immer an der selben Stelle.

Später erklärte mir ein Radiotechniker, dass dort das Sendegebiet eines Senders endet und das eines anderen beginnt. Also die Sender hatten immer in der gleichen Qualität gesendet, nur war mein Radio nicht in der Lage in entsprechender Qualität zu empfangen. Heute gibt es dieses Problem nicht mehr. Die heutigen Autoradios reagieren auf dieses Problem und auch die Sender sind besser geworden.

Wichtig ist, was ankommt!

Immer, wenn ich in meinen Coachings nicht voran komme, wenn ich bei Verkaufsgesprächen in der Sackgasse stecke oder mich auf Seminare, Präsentationen und Vorträge vorbereite, denke ich daran. Immer, wenn ich das Radio sehe, das noch immer seinen Dienst bei mir in der Garage versieht, denke ich daran.

Wichtig ist, was ankommt, nicht was gesendet wird. Wichtig ist, was mein Gegenüber versteht und nicht, was ich sage.

Danke lieber Opa, dass dieses Radio mich immer wieder daran erinnert, dass meine Aufmerksamkeit bei dem liegen muss, was ankommen soll und nicht was ich sagen will.

 

Wolfgang

Medaille

Im Wirtschaftsleben oft normal – im Sport nicht denkbar!

Zuerst Ergebnisse, dann das Training!

Vor einigen Tagen fragte mich ein Klient, ob ich das aus anderen Firmen auch kennen würde. Er zeigte mir ein Email mit dem Inhalt, dass alle Firmentrainings bis auf weiteres ausgesetzt sind, weil der Druck im Feld immer stärker und die Umsatzziele nicht erreicht würden. 

 

Auf den Sport umgelegt würde das bedeuten, dass eine Fußballmannschaft, die ein Spiel verloren hätte, mit dem Training aufhört und nur mehr Matches spielt. Ein Boxer nach einer Niederlage, ohne Training wieder in den Ring steigt. Weil die Konkurrenz immer stärker wird, wird auf Trainings verzichtet und es werden nur mehr Kämpfe bestritten. Schifahrer, wenn sie im Slalom zwar schnell sind, jedoch immer wieder einfädeln, das Training einstellen und nur mehr Rennen fahren. 

 

Wie kommt man auf so eine Idee? 

Alle Sportler, Sportlerinnen, Trainerinnen und Trainer schütteln sicher den Kopf. Wie kommt man auf so eine Idee? Diese Idee stammt nicht von mir, weil ich kenne solche Emails auch. Aus der Zeit als ich selbst im Verkauf angestellt war. 

 

1999 wurde ich mit der Formation das erste Mal Staatsmeister. Wir fuhren auf die Weltmeisterschaft und …….. flogen in der ersten Runde raus. Als wir in die Halle kamen stand groß auf einem Zettel: 

Loser: ………., Austria, ……….

 

Es waren nicht einmal viele Mannschaften rausgeflogen und als Loser haben sie uns auch noch bezeichnet. Nach dem ersten Schock setzte sich die Mannschaft mit den Trainern zusammen und beratschlagten, was wir nun machen sollten. Die Trainer machten etwas was im Sport normal ist in der Wirtschaft leider nicht immer gemacht wird. Sie änderten das Training und nahmen uns härter ran. Wir trainierten freiwillig mehr, härter und anders. Wir vertrauten unseren Trainern. Wir trainierten auch außerhalb des Formationstrainings härter. 

 

Der Erfolg wartet nicht! 

Ein halbes Jahr später bei der Europameisterschaft kamen wir ins Semifinale. Der erste Erfolg. Wir trainierten weiter. Unser Ziel war es bei der WM 2000 im Finale zu stehen. Für uns war das Training Freizeit. 

 

Im Jahr darauf wurden wir wieder Staatsmeister und durften wieder zur WM, die diesmal in Österreich statt fand. Wir schafften den Einzug ins Finale. Zum ersten Mal seit vielen Jahren war wieder einmal eine österreichische Mannschaft im Finale einer WM.

 

Daran erinnerte ich mich als ich das Email bekam, dass die Order „von ganz Oben“ gekommen ist, dass alles Training bis auf weiteres eingestellt würden, weil die Ergebnisse nicht passten. Ich ging auf eigene Tasche, in meiner Freizeit auf Trainings und bildete mich selbst fort. 

 

Der Erfolg lies auch diesmal nicht lange aus sich warten. Im Jahr darauf fuhr ich Rekordumsätze ein. Ein weiteres halbes Jahr später hatte ich alleine nur in Österreich mehr Umsatz als meine Kolleginnen und Kollegen in Deutschland. 

 

Diese Geschichte erzählte ich meinem Klienten und ich bin mir sicher, dass auch er Rekordumsätze einfahren wird. Weil er Eigenverantwortung für seine Weiterbildung übernommen hat. 

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß im Training!

Wolfgang Scherleitner

 

 

An´s no: Einige meiner Kollegen wurden von einer anderen Firma übernommen. Die haben jetzt Vorgesetzte, die echt viel in Trainings investieren. Die ersten Erfolge stellen sich schon ein. Vielleicht erzähle ich Ihnen in einem Jahr von den Rekordumsätzen meiner ehemaligen Kollegen.

Kontakt

Per Impulsum e.U.
DI Wolfgang Scherleitner

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2512 Tribuswinkel