Reihenfolge oder Entscheidung

Wir alle sind Liebhaber! Teil 5: Eins nach dem Anderen oder so oder so?

Wir alle sind Liebhaber! und Liebhaberinnen!

Das was wir für richtig halten, haben wir lieb. Alles was wir lieb haben, verteidigen wir und wollen, dass das auch alle anderen Menschen lieb haben.

Nur – so einfach ist das nicht!

 

Das ist einfach so! Zuerst die Arbeit dann das Spiel!

Das hat schon meine Oma gesagt, meine Mama, mein Papa, meine Frau, meine Tanten und Onkels, alle, die es gut mit mir meinen und auch alle anderen.

Ist das wirklich so? Naja, es ist doch ein untrügliches Gesetz, dass zuerst das Eine gemacht werden muss und dann kommt das Andere. Also Eins nach dem Andern! Wir müssen uns IMMER an eine Reihenfolge halten – das ist einfach so!

Verkrampft es sich gerade in Dir?

Stimmt das überhaupt nicht für Dich? Hast Du immer das Gefühl, dass Du eine Entscheidung treffen kannst. Du kannst immer wählen entweder das, oder das. Reihenfolgen sind Dir einfach nur lästig und sehr oft auch zuwider?

 

Dann gehörst Du zur anderen Gruppe!

Da fällt mir grad ein Witz von den Stehaufmandln ein: In Grinzing steigt einer in die Straßenbahn ein …… – den erzähle ich Dir vielleicht ein anderes Mal!

Grundsätzlich gibt es zwei Gruppen von Menschen:

Die eine Gruppe macht alles der Reihe nach. Sie halten sich an eine Abfolge. Diese Abfolge haben sie selbst oder irgendwer, irgendwann, irgendwo festgelegt. Diese Gruppe von Menschen fühlt sich wohl, wenn sie einer Ordnung folgen können die ihrem Denken entspricht.

Dann gibt es die zweite Gruppe, die entscheidet sich jedes Mal von Neuem. „Also, mach ich jetzt das, oder das?“ Sich an eine Reihenfolge zu halten ist für diese Gruppe einfach nur falsch, weil man……. .

Jedes Mal eine Entscheidung zu treffen gibt diesen Menschen ein Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmtheit. Sich an eine Reihenfolge zu halten engt sie zu sehr ein.

 

Es kommt immer darauf an, welcher Liebhaber Du bist!

In welcher Liebhaberin hast Du Dich erkannt? In der Reihenfolgenliebhaberin oder der Entweder-Oder-Liebhaberin?

Machst Du alles der Reihe nach, oder machst Du immer das oder das?

Na super! Was ist jetzt richtig?

Beides!

Wie beides? Na BEIDES, alle zwei Möglichkeiten sind richtig! Egal welche Strategie Du fährst, die Strategie, die Du fährst ist die richtige!

Wenn Du Dich genau beobachtest, dann fährst Du diese Strategie ja nicht zu 100% in Deinem Leben. Zumindest manchmal fährst Du auch die andere Strategie – so wie es Dir gerade richtig erscheint.

Beobachte Dich einmal dabei, was Deine Lieblingsstrategie ist. Vielleicht ist es gar nicht die Strategie, von der Du bisher geglaubt hast, dass Du sie fährst. Vielleicht hat Dir nur jemand gesagt, dass die vermeintliche Lieblingsstrategie die richtige ist. Vielleich fährst Du ja genau die andere. Vielleicht ist Dir ja genau die andere die liebere Strategie.

 

Ich wünsch Dir viel Spaß beim Herausfinden!

Wolfgang Scherleitner

 

 

Ah jo, der Witz: …… also Grinzing, Straßenbahn. Für alle Nichtwiener: Grinzing ist eine Gegend in Wien mit vielen guten Heurigen. Für alle, die nicht wissen was ein Heurigen ist: Da gibt´s Wein zu trinken. …… also da steigt einer ein der schon an leichten Sitzen hat und sagt: „So wos …………“

Ich erzähle den Witz wirklich später weiter, …………………..

 

Ans no: Wenn Du herausgefunden hast, was Deine Lieblingsstrategie ist, dann verwende diese Strategie bei wichtigen Entscheidungen! Solltest Du ein Team aufbauen dürfen, dann nimm von beiden Strategien gleich viele Menschen ins Team!

 

Intrinsich Extrinsich

Wir alle sind Liebhaber! Teil 4: von drinnen oder von draußen?

Welche Motivation ist die bessere?

Wir alle sind Liebhaber! und Liebhaberinnen!

Das was wir für richtig halten, haben wir lieb. Alles was wir lieb haben, verteidigen wir und wollen, dass das auch alle anderen Menschen lieb haben.

 

Immer wieder höre oder lese ich, dass die einzig wahre Motivation von innen kommt. Wir müssen die interne – intrinsische Motivation heben, damit Menschen zu Resultaten kommen.

Nur – so einfach ist das nicht!

Motivation kann von innen und von außen kommen. Welche ist nun die besser, vielleicht sogar die einzig wahre?

In vielen Artikeln und Büchern über Erfolg und Motivation lesen wir, dass die Motivation unbedingt von innen kommen muss, damit Menschen etwas erreichen können. Kommt die Motivation ausschließlich von außen, dann sind alle Bemühungen über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt. Ausschließlich die intrinsische Motivation gibt Menschen angeblich Kraft Großes zu bewegen.

Hat das irgendjemand schon einmal hinterfragt, ohne seine eigene Geschichte in die Frage mit einzubeziehen?

Angeblich schon – ich glaub´s nur nicht!

Meine Beobachtungen sind unterschiedlich zu dem, was da so gesagt wird und geschrieben steht. Ich habe so die Idee, dass sich das mit der Motivation so ähnlich verhält wie mit dem berühmten Wasserglas.

Das kennst Du ja, das wird allen sogenannten Pessimisten, die sich selbst als Realisten sehen immer wieder vorgehalten: Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Das Eine kann ohne dem Anderen nicht sein: Das Glas kann nur halbleer getrunken werden. Halbvolltrinken kannst Du es nicht. Genauso wie Du es nicht halbleer füllen kannst, Du kannst es nur halbvoll füllen.

 

Die Motivation muss sowohl von Innen als auch von Außen kommen!

 

Hast Du keine externe Motivation, wird es keine interne geben. Hast Du keine interne Motivation wirst Du die externe gar nicht erst erkennen. Hier gibt es kein besser oder schlechter, kein einzig Wahres. Es muss beides existieren, damit wirklich was weiter geht.

Verstehst Du was ich meine?

Oft werden Bergsteiger zitiert, die auf die Frage, warum sie auf den Berg gestiegen sind, antworten: „Weil er da ist!“. Stell Dir vor der Berg wäre nicht da! Stell Dir vor es gäbe gar keine Berge! Wo würde der raufkraxeln?

Der könntat intern motiviert sein, was er will. Wenn es keine Berge gäbe, wüsste der gar nicht, dass er motiviert ist. Wahrscheinlich würde dem Typen ADHS oder sonst was Tolles diagnostiziert werden. Dann würden ihm anders motivierte Menschen als er, auf einer Welt ohne Berge Therapien und Medikamente verpassen, damit er so ist wie alle Anderen.

Jetzt stell Dir vor, es ist eine Welt, in der fast alle unter einer Bergwahrnehmungsschwäche leiden. Tatsächlich gibt es in dieser Welt Berge, die Mehrheit kann die Berge nicht sehen, weil sie ja unter der Bergwahrnehmungsschwäche leiden, ohne es zu wissen. Nur ist das die Mehrheit und somit ist das Standard. Unser Bergkraxler, der gar nicht wirklich weiß, wie ihm geschieht, weil er ja schon als kleines Kind festgestellt hat, dass er anders ist, kann Berge sehen. Der will da rauf, einfach weil sie da sind und die Mehrheit der Menschen schnallen das nicht, weil sie eine Bergwahrnehmungsschwäche haben.

Jetzt halten die Anderen ihm vor, dass er träumt, dass er keine interne Motivation hat, weil ja … was weiß ich ….. in der Ebene Purzelbäume machen viel gesünder ist und das alle Menschen auf der Welt machen. Die Mehrheit kapiert gar nicht, dass sie Mehrheit ja in Wirklichkeit Purzelbäume die Berge rauf und runter macht, weil sie ja die Bergwahrnehmungsschwäche haben. Das was sie aus ihrer Sicht kapieren ist, dass Purzelbäume irgendwo limitiert sind, weil es einfach nicht weiter geht. Warum weiß keiner so genau, jetzt werden Studien erstellt und Theorien bestätigt warum Purzelbäume begrenzt sind. Warum die Menschheit begrenzt ist.

Der Einzige, der wirklich rafft was abgeht ist unser Bergkraxler. Der leidet nämlich nicht an der Bergwahrnehmungsschwäche und sieht, dass die mit ihren Purzelbäumen an einer Felswand eines Berges anstehen. Würden die das sehen, könnten sie einfach hinaufklettern oder um die Felswand herumgehen. Die Menschheit wäre ohne dieser Schwäche plötzlich viel weniger begrenzt.

 

So – was machen die Standardmenschen mit unserem Bergkraxler?

Die beschließen, dass er nicht normal ist, und reden so lange auf ihn ein, bis er selbst auch der Meinung ist, dass er a bissl deppat is und er die Berge negativ halluziniert. Er sieht sie also nicht mehr. Dann ist das Leben wieder gut.

 

Was aber, wenn es einen Bergkraxler gibt, den das nicht interessiert, was die Anderen sagen?

Na, der wird alle Felswände überwinden und Wege gehen, die bisher noch niemand gegangen ist. Die Anderen werden ihn zuerst warnen, dass das nicht der richtige Weg ist. Dann werden sie versuchen ihn normal zu machen. Als nächstes werden sie ihn verurteilen, weil der ja deppat ist und das nie was werden kann.

Wenn dieser Bergkraxler in einer Welt mit Bergwahrnehmungsschwäche dann weiter macht, wird er auf Sachen drauf kommen, die es bisher noch nicht gegeben hat. Das wird dann den Anderen nützen und die verstehen gar nicht warum das so ist und warum das funktioniert. Weil es aber funktioniert, werden sie ihn mit Preisen überhäufen. Vielleicht bekommt er dann sogar den Nobelpreis. Generationen später werden sie überlegen, warum das so funktioniert, wie es funktioniert. Keiner kommt aber auf die Idee, dass es Berge gibt und fast die gesamte Menschheit an einer Bergwahrnehmungsschwäche leidet. Keiner kommt auf die Idee, dass man dort ansetzen könnte, damit die Menschheit weiter kommt.

Kümmere Dich also nicht darum, von wo Deine Motivation kommt. Innen, Außen, Oben, Unten oder sonst wo her. Freu Dich, dass Du motiviert bist. Sieh die Berge, die Andere nicht sehen können und hab Spaß daran. Wenn es Dir egal ist, wer, wie und warum motiviert ist, und warum Du motiviert bist, wirst Du Deine Berge besteigen und Freude dabei haben.

 

Viel Spaß dabei!

Wolfgang Scherleitner

 

 

Ahjo: Welche Motivation hatte nun unser Bergkraxler? – – – – – –  Is eh wuascht, Hauptsache er hat das gemacht, was für ihn richtig war.

 

No an´s: Dem war auch egal ob interne oder externe Motivation die bessere ist.

Gleich oder Unterschied

Wir alle sind Liebhaber! Teil 3: Gleich oder Unterschied?

Gleichheit oder Unterschied

Wir alle sind Liebhaber! und Liebhaberinnen!

Das was wir für richtig halten, haben wir lieb. Alles was wir lieb haben, verteidigen wir und wollen, dass das auch alle anderen Menschen lieb haben.

 

Nur – so einfach ist das nicht!

Wahrscheinlich ist Gleichheit und Unterschied der stärkste Trennfaktor!

Du kennst Menschen bei denen immer alles einfach nur anders sein muss, dann ist es gut. Egal wie anders, Hauptsache anders! Nicht?

Na, dann kennst Du Menschen, bei denen immer alles immer gleich sein muss, dann ist es gut.

Denk einmal drüber nach, was ist Dir wichtig! „Anders ist besser“ oder „Gleich hat sich bewährt und ist gut“. Zu welcher Liebhaberin oder zu welchem Liebhaber gehörst Du?

So, jetzt bist Du Dir im Klaren, zu welcher Gruppe zu gehörst. Aber…..

Was passiert, wenn Du auf jemanden triffst, der genau anders denkt als Du?

Na das kommt auf Dich an!

Ja, genau, des host jetzt braucht! An gscheitn Spruch, vonwegen des kommt auf mich an……..

Es ist so! Das ist Realität!

 

Es kommt auch hier auf uns selbst an!

Es kommt darauf an, wie wir die Ansichten unseres Gegenübers einordnen. Wie wir die Ansichten bewerten.

Wir werten, wir bewerten, immer und überall. Wenn wir uns das bewusst sind, dann ist das Leben schon viel leichter. Bist Du jetzt zum Beispiel ein Gleichheitsliebhaber und Dein Gegenüber ein Unterschiedsliebhaber, der nicht von seiner Meinung heruntersteigt (es geht auch umgekehrt), dann hast Du zwei Möglichkeiten:

  1. Du hältst Dein Gegenüber für einen Trottel, der keine Ahnung vom Leben hat, oder
  2. Du hörst Deinem Gegenüber zu und überlegst, wie Ihr beide Euch ergänzen könnt.

Welche Strategie, glaubst Du, wird Dich weiter bringen? Welche Strategie macht Dich reicher? Reicher an Wissen, Erfahrungen (die Du im Übrigen nicht einmal selbst machen musst – Gott sein dank!), welche Strategie bringt Dir ein breiteres Wissen, bringt Dir mehr Menschen, die Dich mögen und bringt Dich gesellschaftlich und beruflich weiter?

 

Es liegt also an uns selbst!

 

Es liegt an uns, was wir aus dem, was uns das Leben präsentiert, machen. Gehen wir in Opposition, nur weil unser Gegenüber anders denkt, dann reduzieren wir unsere MitstreiterInnen. Nehmen wir an, was unser Gegenüber denk, erhöht sich die Zahl unserer MitstreiterInnen automatisch. Wir werden schlagkräftiger und können gemeinsam Ziele erreichen und Erfolge feiern.

Ich wünsche Dir viel Spaß, wenn Du schon heute Deinem Gegenüber, das komplett andere Ansichten hat als Du, wohlwollend zuhörst und überlegst, wie Ihr beide Euch gegenseitig ergänzen könnt!

 

Wolfgang Scherleitner

 

 

Ans no: Wahrscheinlich ist Gleichheit und Unterschied nicht der häufigste Trennfaktor, sondern: Das will ich und das will ich nicht!

 

Vergangenheit und Zukunft

Wir alle sind Liebhaber! Teil 2: Vergangenheit oder Zukunft?

Reflektiv oder Proaktiv

Wir alle sind Liebhaber! und Liebhaberinnen!

Das, was wir für richtig halten, haben wir lieb. Alles was wir lieb haben, verteidigen wir und wollen, dass das auch alle anderen Menschen lieb haben.

Nur – so einfach ist das nicht!

 

Manchmal reden wir aneinander vorbei, weil wir eine andere Sprache sprechen. Wir fühlen uns genervt, weil wir nicht das von unserem Gegenüber hören, was wir hören wollen.

„Der redet ja nur Schwachsinn!“

„So stellt sich der kleine Maxi die große Welt vor!“

„So wie die denkt, geht es an der Realität vorbei!“

Kennst Du Sätze wie diese? Hast Du sie als Anschuldigung auch schon einmal gehört?

Ich habe jetzt eine gute Nachricht!

Es liegt nicht an Dir! – nicht ausschließlich………….

Wie hast Du Dich gefühlt, als Dein Gegenüber Dir so etwas Ähnliches gesagt hat wie: „Das was Du da redest ist Schwachsinn!“ oder „Du hast ja keine Ahnung von der Welt!“ oder „So wie Du Dir das vorstellst, geht das an der Realität vorbei!“

Geh einmal gedanklich in diese Situation und fühle nocheinmal nach………..

Nun denke an eine Situation, in der Du einen dieser Sätze, oder so einen ähnlichen, in bester Absicht Deinem Gegenüber gesagt hast. Wie glaubst Du hat sich Dein Gegenüber gefühlt?

Dabei hast Du es ja nur gut gemeint! Du wusstest, dass Du Recht hast!

Wir haben das alle schon einmal gemacht. Wir alle haben in bester Absicht Menschen eines Besseren belehren wollen und waren dabei so weit daneben, dass wir es selbst gar nicht bemerkt haben, wie weit wir daneben sind.

Guat gmant is oft is Gegenteil von guat!

Dabei haben wir es doch nur gut gemeint.

Wir haben versucht unser Gegenüber von der einzig richtigen Welt, Weltanschauung zu überzeugen.

Viele Menschen sind sehr reflektiv. Sie denken über ähnliche Situationen in der Vergangenheit nach und versuchen daraus Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen.

Viele Menschen sind sehr zukunftsorientiert. Sie kümmert die Vergangenheit nur wenig. Das, was zählt sind die Auswirkungen, die die Handlungen in der Gegenwart für die Zukunft haben.

Und – Du wirst es nicht glauben – viele Menschen sind ein wenige von beiden – vielleicht mit einem Schwerpunkt in die eine oder andere Richtung.

Ja – und jetzt?

Treffen nun zwei Menschen, meist in einer Diskussion aufeinander, die genau die entgegengesetzte Sichtweise haben, dann fallen schon mal solche Sätze, wie die, die ich oben geschrieben haben.

Die beiden Gesprächsparteien sind nicht mehr länger Gesprächspartner und versuchen sich gegenseitig vom Gegenteil zu überzeugen.

Das Gespräch, die Diskussion wird zu keinem Ergebnis führen.

Was kann ich jetzt machen?

Lass jedem sein Lied!

Nütze es aus, dass Dein Gegenüber Dir Wege und Möglichkeiten aufzeigt, an die Du nie gedacht hättest. Dein Gegenüber muss nicht von Deiner Sichtweise überzeugt sein, damit Du an Dein Ziel kommst.

Wahrscheinlich bist Du schneller und sicherer am Ziel, wenn Du die Sichtweise Deines Gegenübers in Deine Überlegungen mit einbeziehst.

 

Ich wünsche Dir viel Spaß bei den Möglichkeiten, die sich Dir ergeben werden!

Wolfgang Scherleitner

 

 

An´s no: Wenn Du ein Team zusammenstellen musst. Dann denke genau daran! Wähle Menschen, die hauptsächlich in die Zukunft schauen und wähle Menschen, die die Erfahrungen aus der Vergangenheit in die Gegenwart übernehmen. Das was Du dann nur noch machen musst, ist es beiden Raum zu geben und beide Sichtweisen gleichermaßen in Dein Projekt einfließen zu lassen.

 

A kloane Übung:

Beobachte Dich selbst! Bist zu eher ein Zukunftsliebhaber oder ein Vergangenheitsliebhaber?

Denn wenn Du das weißt, ist es wesentlich leichter, dass Du Dich auf Dein Gegenüber einlässt.

Tafel in Alpl

Rechtschreibung – Ein Business?

Diese Woche bekommen wieder viele Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse.

Viele haben ein Nichtgenügend in Deutsch und müssen einen Teil ihrer Ferien damit verbringen für Deutsch zu lernen. Rechtschreibung zu pauken.

Ich bin in meiner Jugend auch schon ein wenig fortgeschritten und habe zwei Rechtschreibreformen hinter mir und……

 

……. kenn mi nimma aus!

Selbständig oder Selbstständig?

 

Ich hatte das Glück nie ein Nichtgenügend in Deutsch zu haben. Ja, wenn ich Glück schreibe, dann meine ich das auch so. Die Rechtschreibung von damals, die irgendwer irgendwo beschlossen hat, ist mir einfach gelegen.

Würden meine Schularbeiten, Aufsätze und Hausaufgaben von damals mit den heutigen Kriterien beurteilt, hättat i sicher überall an Fetzen. Heute kann ich es mir leisten gezielt nicht alles so zu schreiben, wie man das so macht.

Schon wieder dieses „man“. Das verfolgt mich echt!

Ich probier´ es anders: Heute kann ich es mir leisten zu schreiben, wie ich will, und nicht, wie das irgendwer irgendwo beschlossen hat. Wir befinden uns gerade in einer Revolution – vielleicht in einer Evolution: Als ich in die Schule gegangen bin, bekamen wir einen Einser, Zweier, Dreier, Vierer oder Fünfer. Manchmal an Ansa, Zwara, Dreia, Sessl oder an Fetzn. Heute bekommen die Schüler, auch hier in Niederösterreich ne Eins, ne Zwei usw.

Schau Dir einmal das Photo oben an!

Haha, Foto mit „Ph“ geschrieben – darf man das noch?

Dieses Photo habe ich im Klassenzimmer in der Waldschule im Alpl in der Steiermark gemacht. Diese Schule ließ Peter Rossegger bauen.

Ich gebe zu, ich konnte es nicht auf Anhieb lesen. Meine Frau gab mir dann den entscheidenden Hinweis (für alle, die es nicht wissen: Meine Frau ist in Zadar – Kroatien geboren): „Lies das auf steirisch! Wie Deine Mutter!“

Dann hab ich verstanden, was da oben steht: „I geh a in ka Schul, kunn eh Lesn und Schreiben a!“ (Ich werde in keine Schule gehen, ich kann ohnehin Lesen und Schreiben!)

Damals wars klar, was da stand. Für mich normierten geht das nicht mehr. Wenn ich mir es recht überlege bin ich in meiner Muttersprache – dem Dialekt aus der Buckligen Welt – beinahe ein Analphabet. Ich kann nur mit Mühe im Dialekt lesen und schreiben. Ich muss im Dialekt Beschriebenes immer lauft vorlesen, damit ich es höre.

Ein Wort mit sieben Buchstaben, kann auf 17 verschieden Arten geschrieben werden und es wird noch immer verstanden!

O.K. ich hab es nie überprüft, das mit den 17 Arten. Das habe ich in einem Seminar aufgeschnappt und mir gefällt der Gedanke. Es wird eine der 17 Varianten von Irgendwem irgendwo ausgewählt, die dann als die einzig richtige Lösung gilt. Hier werden wir genormt. Wir müssen uns in einer Norm bewegen und es gilt keine andere, kreative Lösungsmöglichkeit.

Darin sehe ich echt ein Problem für unsere Wohlstandsgesellschaft. Wir müssen und Normen beugen, die weder notwendig für die Sicherheit noch für den Fortbestand der Welt und der Menschheit notwendig sind. Wir verlieren unsere Flexibilität und Fantasie, weil wir mit immer mehr Normen beschäftigt sind.

Wenn das mit den Emojies so weiter geht, wird das eine eigene Schrift. Wäre cool, dann hätten wir eine Schrift, die auf der ganzen Welt in allen Sprachen verstanden wird.

Nun zur Überschrift:

Rechtschreibung – Ein Business?

Vor einigen Wochen habe ich gelesen, dass der Duden die Verwendung der Emojies reglementieren will. Da wird es dann genaue Regeln geben, wie und wann welches von den Gsüchtern verwendet werden darf, kann und soll.

Viele werden behaupten, dass das notwendig und kein Business ist. Die Rechtschreibung ist schon ein wenig was Anderes als die Gsichter aus dem Internet. Ich kann Euch hören liebe Lehrer, Journalisten, Lektoren, Verlagshäuser, Zeitschriften, Verkäufer von Schulbüchern, Buchhandlungen, Nachhilfeinstitute ……

Ihr alle verdient Euren Lebensunterhalt, indem Ihr Menschen mit Informationen über die richtige Rechtschreibung versorgt. Ihr unterrichtet Schülerinnen und Schüler in Rechtschreibung und Grammatik, Ihr berichtet über die richtige Rechtschreibung. Wenn ein Buch heraus gebracht wird, und da steht kein Lektorat im Impressum, dann kann das Buch ja nur a Schaas sein. Ihr verlegt Bücher und Zeitschriften über Rechtschreibung und bekommt von all jenen Geld, die es kaufen. Ihr geht an Schulen und verkauft Lehrern und Lehrerinnen Bücher, die Schüler zu einer richtigen Rechtschreibung bringen sollen. (Nur so nebenbei: Ich bin der Meinung, dass Schulbücher für Lehrer geschrieben sind und nicht für Schüler, weil die Lehrer die Bücher ja auch bestellen.) Ihr, die Ihr in Buchhandlungen arbeitet verkauft Bücher in denen es um Rechtschreibung geht. Ihr Nachhilfeinstitute, Ihr lebt davon, dass es Menschen gibt, die auf eine bestimmte Norm – die Rechtschreibung – die wahrscheinlich in ein paar Jahren wieder anders ist – gedrillt werden.

Und ich, ich arbeite in meinen Coachings auch daran, dass Kinder und Jugendliche den Ansprüchen der Schule, gerecht werden können.

Wenn wir das so sehen, dann können wir das Ganze auch ein wenig lockerer betrachten!

Manchmal sehen wir in einer schlechten Note in Deutsch einen Weltuntergang. Erkennen wir mit einem leichten Schmunzeln, dass das Ganze auch ein Geschäft ist und eine schlechte Note in Deutsch ist schon nicht mehr so schlimm.

Liebe Schüler betrachtet das Ganze auch ein wenig lockerer!

Wenn Ihr das lockerer seht, dann habt ihr weniger Stress damit und ihr werdet wieder in der Lage sein, diese Informationen, die sich irgendwer irgendwo ausgedacht hat auf zu nehmen.

Ihr könnt dann so schreiben, wie Ihr wollt, wenn Ihr dann auch einmal so alt seid wie ich und zwei Rechtschreibreformen hinter Euch habt!

 

Ich wünsche Euch – und das meine ich echt so – viel Spaß, wenn Ihr an Eurer Rechtschreibung feilt!

Wolfgang Scherleitner

 

 

Ahjo: Wenn Ihr Schülerinnen und Schüler jetzt sagt, dass Ihr das nicht könnt, so zu schreiben, weil Rechtschreibung ja ein Business ist. Dann denkt daran, dass Ihr ganz viel macht, was irgendwer irgendwo zu einem Business gemacht hat – weil worauf liest zu gerade den Blog? Smartphone, Laptop, Tablett????

 

Global Detail

Wir alle sind Liebhaber! Teil 1: Übersicht oder Detail

Wir alle sind Liebhaber! und Liebhaberinnen!

Das, was wir für richtig halten, haben wir lieb. Alles was wir lieb haben, verteidigen wir und wollen, dass das auch alle anderen Menschen lieb haben.

Nur – so einfach ist das nicht!

Wenn wir auf Menschen treffen, die der Meinung sind, dass das, was sie lieb haben das einzig Wahre ist, dann wird’s kompliziert.

Ich, zum Beispiel, liebe es mir zuerst einen Überblick zu verschaffen. Dann kümmere ich mich so nach und nach, mit einigen Pausen um Details.

Mein Nachbar schüttelt regelmäßig den Kopf, wenn ich mit ihm darüber spreche, welche Kennzahlen für mich beim Autokauf wichtig sind.

  1. Das Auto sollte vier Räder haben.
  2. Das Auto muss eine Freisprecheinrichtung haben, die gut funktioniert, weil ich während der Fahrt immer wieder von Klienten angerufen werde. Manchmal ist es echt notwendig, dass wir gleich über den Grund des Anrufs sprechen.
  3. Gut wäre noch ein Klimaanlage.
  4. Elektrische Fensterheber wären auch toll und
  5. achja – fahren sollte das Ding bitte zuverlässig.

Mein Nachbar liebt Autos. Wenn wir über Autos sprechen, dann erklärt er mir – aus meiner Sicht – bis ins letzte Detail, was dieses oder jenes Auto kann und hat. Mir macht das jedes Mal Spaß, weil ich lerne bei diesen Unterhaltungen wirklich viel über Autos. Da bekomme ich Wissen, das ich mir sonst nie aneignen würde.

Ich bin also ein Übersichtsliebhaber!

Ja, ich kann Dich hören Du Autodetailliebhaber!

Da höre ich so Sätze wie: „Bei Autos muss man einfach mehr wissen!“, „So einfach kann man doch kein Auto kaufen!“, „Richtige Männer müssen Autos einfach interessieren!“, „Wissen über Autos gehört zur Allgemeinbildung!“, „Man kann sich kein Auto kaufen, wenn man nur so wenig darüber weiß!“, „…. und überhaupt sind das nicht einmal Kennzahlen!“

Vielleicht hast Du ja auch Recht. Wahrscheinlich hast Du sogar sicher recht. Ich hab da nur ein Problem, wenn mich der Autoverkäufer mit den ganzen Details, die aus seiner Sicht wichtig sind, überfordert, geht mein Hirn auf Standby.

Diese Eigenart hat mein Hirn einfach. Wenn mich was nicht interessiert, geht es einfach auf Standby und beschäftigt sich mit Dingen, die aus Sicht meines Hirns für mich wichtiger sind. Nur so nebenbei, das war auch ein Problem in der Schule…..

Ist Dir bei meiner Aufzählung was aufgefallen?

Mir ist es auch erst beim zweiten Blick aufgefallen. Ich bin nicht einmal beim Autokauf ein reiner Übersichtsliebhaber. Der zweite Punkt knabbert schon an den Details. Die Freisprecheinrichtung, muss nicht nur da sein, so wie die Räder, sondern die muss auch was können und zwar wegen…….

Wir alle sind immer beides – bei einem sind wir jedoch die größeren Liebhaber!

So – jetzt weiß ich das!

Was mach ich jetzt mit dem Wissen?

Nehmen wir wieder das Beispiel mit dem Autokauf: Wenn ich mir ein Auto kaufen möchte, erzähle ich das immer jenen Menschen, die auf diesem Gebiet Detailliebhaber sind. Die versorgen mich dann mit Infos, die ich anders wahrscheinlich nicht erhalten hätte. Die hätte ich nicht erhalten, weil ich einfach nicht auf die Idee gekommen wäre das zu fragen oder über jenes nach zu denken.

Also, wenn Du weißt, dass Du in einem Gebiet eine Übersichtsliebhaberin bist, dann überleg Dir Menschen, die genau auf diesem Gebiet sehr auf Details bedacht sind. Sprich mit Ihnen! Sie werden Dich mit dem nötigen Detailwissen versorgen.

Wo bist Du ein Detailliebhaber und wo ein Übersichtsliebhaber?

Achte in den nächsten Tagen darauf!

Achte in den nächsten Tagen darauf, wer Dein Wissen ergänzt und wer Dir einfach nur durch die Tatsache, dass er anders ist, Dir eine Bereicherung ist.

Stelle aus diesen Menschen ein Team zusammen.

 

Ich wünsche Dir viel Spaß dabei Freude daran zu haben, die Liebhabereien der Anderen zu erkunden.

Wolfgang Scherleitner

 

An´s no: Wenn Du unnötige Herumdiskutiererei vermeiden willst, dann sag den Anderen gar nicht warum Du sie fragst. Respektiere und akzeptiere ihre Sichtweise. Das ist für die meisten Menschen schon Dank genug.

Ahjo und no ans: Wenn Du ein Team bilden musst, achte darauf, dass Du immer beide hast: Übersichtsliebhaber und Detailliebhaber!

 

Schach

Durchsetzungsvermögen

Durchsetzungsvermögen……. und wie krieg ich das?

Das ist ganz einfach: 1. Machst Du……

 

An Schmarrn ist das einfach!

Naja für Manche ist das einfach, für viele leicht lernbar und für einen Teil eine echte Herausforderung.

Vor einigen Tagen habe ich einen Newsletter bekommen, in dem Stand, was man bei Verhandlungen in Familie, Beruf und in der Freizeit nicht alles machen sollte, damit man erfolgreich verhandelt. In dem Newsletter steht auch, dass Menschen, die nicht gut verhandeln können, meist leer ausgehen. Dann gibt es einige Regeln, die man beachten soll, wenn man erfolgreich verhandeln möchte.

Na wenn das so einfach wär!

Viele Menschen bekommen, wenn sie Tipps dieser Art lesen Stress. Der Autor erzielt bei vielen dieser Menschen genau das Gegenteil. Sie erkennen, dass sie das (noch) nicht können. Erkennen das „noch“ nicht und sind frustriert.

Dann gibt es Menschen, die das „noch“ erkennen und in die nächste Verhandlung oder den nächsten Streit gehen und sich vornehmen, das alles einzuhalten. In der Verhandlung stoßen sie dann auf ein Gegenüber, das diese Techniken verinnerlicht hat und damit spielt. Das Ergebnis ist das Selbe, wie beim vorher beschriebenen Beispiel. Die Erfahrung, dass das nicht möglich ist.

Ja, es stimmt, was in diesen Newslettern, Ebooks, Tipps und Tricks steht!

Es muss nur geübt werden.

Kein Sportler geht ohne Training in einen Wettkampf!

Weil jeder Sportler weiß, dass die Niederlage sicher ist und, was noch viel wichtiger ist, die Gefahr sich zu verletzen viel zu hoch ist.

Verletzen bei Verhandlungen und beim Streit? Mein Gegenüber wird mir schon keine knallen!

Warte!              Denk kurz darüber nach!

 

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Genau! Ich meine nicht nur die körperliche Verletzung. Ich meine die Verletzung des Inneren. Die Verletzung des Selbstwertes!

Vielleicht hast Du das Gefühl, dass Du ohnehin schon geschwächt bist. Dann gehst Du in eine Verhandlung (Wettkampf) ohne es vorher trainiert zu haben. Du weißt nur, dass Du Dich an diese Prinzipien halten möchtest.

Einem geübten Gegner wirst Du unterliegen!

Was kannst Du nun also machen?

Trainiere mit Freunden!

Du kennst sicher Menschen, die das Gefühl haben, dass es ihnen genau so geht. Triff Dich mit ihnen und übe in lockerer Atmosphäre für einige Stunden an einem der Punkte.

Mache Rollenspiele! Im Wort Rollenspiele steckt das Wort „SPIELE“. Genau! Spiele damit, übe Extremsituationen, dann kannst Du im Ernstfall wirklich darauf reagieren.

Triff Dich immer wieder mit Deinen Freunden zum Training. Bei den ersten Trainings wird das Ganze in bisschen holpern. Es wird immer einfacher und lustiger werden.

…. und irgendwann kannst Du es!

….. ohne, dass es Dir wirklich bewusst ist. Dir wird es erst dann bewusst sein, wenn Du erfolgreich aus einer Verhandlung herausgehst und fest stellst, dass Du diese Verhandlung noch vor einiger Zeit nicht gewonnen hättest.

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Training mit Freunden!

Wolfgang Scherleitner

 

 

An´s no: Ich bin diesem Freund, der mir das mit den Rollenspielen beigebracht hat ewig dankbar!

In einem dieser Trainings hat er mich bei einem Verkaufstraining der Preisabsprache bezichtigt. Ich wusste nicht was ich machen soll. Wir haben dann herumexperimentiert und darüber gesprochen. Einige Jahre später stand ich tatsächlich vor einem Kunden, der mich der Preisabsprache bezichtigte. Ich reagierte, so wie ich es trainiert hatte und das Thema war vom Tisch.

 

Baustelle

Variieren können

Selig sind die, die nur eine Handlungsmöglichkeit haben!

 

…… denn sie glauben, sie wüssten alles!

Letzte Woche hatte ich ein Telefonat mit einem Coach für Coaches, der Coaches weiterbringen will. Er präsentierte mir über eine Stunde lang, was wir gemeinsam machen sollten, damit ich sechs- bis siebenstellige Umsätze schon 2018 einfahren würde.

Ich gestehe hier und jetzt – es klang echt gut und verführerisch. Der Typ ist jung und dynamisch. Ich hatte echt das Gefühl, der weiß wovon er redet, bis…..

….. ja, bis ich auf die verschiedenen Menschentypen zu sprechen kam. Der, der mit mir sprach war die Vertretung, der Vertretung des Chefs und der sagte so ca.: „Ja, das haben wir auch einmal gemacht, das hat aber nichts gebracht, weil, dann haben wir uns zu viel auf den Typen konzentriert!“

Zu viel auf den Typen konzentriert?

Wie kann man sich zu viel auf den Typen konzentrieren? Kann ich mich zu viel auf mein Gegenüber, meine Kunden konzentrieren? Die, die mir schon ein wenig folgen wissen, dass ich der Meinung bin, dass jeder Kunde und jede Kundin ein Recht auf den eigenen Verkaufsstil hat. Auf einen Verkaufsstil, der dem Kunden als Mensch entspricht. So wie sich dieser Mensch im laufe seines Lebens entwickelt hat.

Ich möchte dem Menschen etwas verkaufen, deshalb muss ich mich auf diesen Menschen einstellen!

Dass der Coach für Coaches nicht bereit war sich auf mich als seinen möglichen zukünftigen Kunden einzustellen, habe ich dann bald bemerkt. Er wollte unter Druck verkaufen. Unter Druck verkaufen, ohne, dass sich in den kommenden zwei Wochen ein Storno oder Kaufreue einstellt geht nur bei einer Personengruppe.

Zu dieser Personengruppe gehöre ich nicht. Ich habe mir ein genaues Procedere für Entscheidungen zugelegt. Dieses Procedere halte ich ein. Das habe ich erklärt und ihm vorgeschlagen, dass wir uns in drei Tagen wieder hören, dann bekommt er meine Entscheidung.

Seine Antwort: „Weißt Du warum Du Dich nicht entscheiden kannst? Du bist ein schlechter Verkäufer!“

Ich sag´s Euch es schaut echt lustig aus, wenn der Zeigefinger beim Skypen dick und fett auf Dich zeigt. Dann kannst Du das Gesicht Deines Gegenübers nicht mehr sehen.

Vielleicht hat er recht!

Nach dem Gespräch habe ich mich dann in meine Laufsachen geschmissen und bin Laufen gegangen. Während der ersten halben Stunde habe ich darüber nachgedacht, dass er ja vielleicht recht hat. Vielleicht bin ich wirklich ein schlechter Verkäufer. Bis…..

…. bis ich während des Laufens schallend zu lachen begann. Es war ein befreiendes Lachen. Ich habe erkannt, dass ich mich in die Enge treiben habe lassen. Ich erkannte, dass ich an meinen eigenen Prinzipien gezweifelt habe. Ich habe erkannt, dass dieses Gespräch für mich wertvoll war. Es war die Bestätigung für meine Einstellung:

Jede Kundin und jeder Kunde hat ein Anrecht auf den eigenen Verkaufsstil!

Immer wieder gibt es Verkaufstrainer, die den einen und nur den einen Verkaufsstil unterrichten. Meist ist es der Stil: „Entscheide Dich jetzt und nur jetzt!“

Das hat nur einen Nachteil: Du brauchst viele Menschen, die an Deinem Produkt interessiert sind.

Was ist, wenn Dein Markt aber sehr begrenzt ist?

Dann hast Du bald verbrannte Erde! Dann musst Du die Branche wechseln!

Einfacher ist, Du passt Deinen Verkaufsstil Deinen Kunden an!

Es gibt sie, die schnell und unter Druck entscheiden. Die haben ihre Entscheidung schon lange getroffen, bevor Du das überhaupt ansprichst.

Dann gibt es die – so wie mich – die horchen sich alles an, denken darüber nach, holen sich vielleicht noch Infos ein und entscheiden innerhalb von einigen Tagen.

Dann gibt es die, die nach außen hin schnell entscheiden, dann überlegen, ob eh alles passt. Wenn alles passt, dann ist es gut, passt es nicht, dann treten sie von Kauf zurück.

Dann gibt es die, die schon entschieden haben es nicht zu kaufen und Dir sagen, dass sie noch ein wenig darüber nachdenken wollen.

Und dann gibt es die, die einmal schnell und einmal langsam entscheiden.

Es liegt an Dir, was Du daraus machst.

So, jetzt hast Du ein Problem:

Du weißt jetzt darüber Bescheid, dass es mehrere Möglichkeiten gibt. Du weißt, dass Du aufmerksam sein musst. Du weißt, dass Du, wenn Du richtig handeln möchtest über einiges nachdenken musst.

Deshalb habe ich oben geschrieben: Selig sind die, die nur eine Handlungsmöglichkeit haben!

Die, die nur eine Handlungsmöglichkeit haben, sehen den Fehler immer bei den Anderen. Die entscheiden sich nicht richtig, die haben nicht die richtige Entscheidungsstrategie.

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Erkennen von Entscheidungsstrategien und viel Freude bei langfristigen Kundenbeziehungen!

Wolfgang Scherleitner

 

 

Ahjo: Was hat das jetzt mit dem Variieren können zu tun?

Wenn Du variieren kannst, wirst Du keine verbrannte Erde hinterlassen, Du kannst bei fast allen immer wieder mit neuen Ideen aufschlagen. Du wirst gerne gesehen werden und Dein Gegenüber wird Dir zuhören.

 

Auf Dauer sind die selig, die variieren können!

 

WHID

Was hab ich davon?

Heute geht es um die zentrale Frage in allem, was um uns geschieht.

Ja ich meine das tatsächlich so wie ich es gerade geschrieben habe. In meinem Blog vom „Das ganze Leben ist Verkauf“ ging es unter anderem darum, dass selbst das Tischabräumen der Kinder verkaufen ist.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon Eltern lächeln. Sie haben auch schon diesen bestimmten Satz von Ihren Sprößlingen gehört, nachdem Sie sie zum Tischabräumen aufgefordert hatten? „Was hab ich davon?“ Der augenscheinliche Grund: „Einen sauberen Tisch!“ war zu wenig.

Als ich ein Kind war, war ich mit Wichtigerem beschäftigt als den Tisch sauber zu halten. Ich hatte Welten zu retten, Auto- oder Motorradrennen zu fahren, Feuer zu löschen, den Mond zu erforschen und, und, und……

Wenn ich meinen Kindern zusehe, dann geht es ihnen genau so. Sie haben keine Zeit sich mit Unwichtigem zu beschäftigen. Aus ihrer Sicht das Unwichtigste überhaupt, die Schule, füllt den größten Teil ihres Lebens. Warum sollen sie dann noch zusätzliche Zeit mit Tischabräumen vergeuden?

Jetzt einmal ehrlich: Was haben die echt davon?

Ähnlich wie den Kindern geht es auch uns Erwachsenen. Wir verbringen viel Zeit mit Tätigkeiten, die wir halt machen müssen, weil die Welt oder sonst wer, das von uns verlangt.

Wenn wir erwachsen werden, stellen wir die Frage oft und wir haben Recht sie zu stellen. Da gibt es leider ein Problem: Wir bekommen immer wieder eine auf den Deckel mit Aussagen: „Das ist halt so!“, „Das macht man so!“, „Das muss man einfach machen!“.

Alle, die mich kennen, wissen, dass ich so meine Schwierigkeiten mit dem Wort „man“ habe.

Die Frage: „Was hab ich davon?“ existiert in unserem Innersten weiter!

Meine Beobachtung ist, dass alle, ich meine jetzt wirklich ALLE, ein Problem mit dem Wort „man“ haben. Den meisten Menschen ist das nicht bewusst. Das ist wie ein Virus, das von uns Besitz ergriffen hat. Irgendwann gelangte es in unser Gehirn und wütet dort. Das ist so radikal, dass wir die wirklich wichtige Frage unseres Lebens vergessen haben:

Was hab ich davon?

Diese Frage ist so wichtig, dass sie ausschlaggebend dafür ist, ob wir glücklich sind oder nicht!

Habe ich nichts davon, so wirklich gar nichts, dann werde ich mit dem was ich tue oder habe nicht glücklich sein.

Vielleicht erkennst Du jetzt, dass das in Deinem Leben auch so ist. Solltest Du nun denken das ist Quatsch komm mit mir auf eine kurze Reise!

Hast Du jetzt gerade gedacht – „Was hab ich davon?“ Dann bist Du auf dem richtigen Weg, Dir wurde diese Frage noch nicht abmontiert. Wenn nicht, komm mit auf die Reise:

Stell Dir vor Du fährst auf Urlaub! Dieser Urlaub wird Dir auch noch gezahlt und Du bekommst  Sonderurlaub. Was ist Dein Traumziel? Wo möchtest Du unbedingt hin!

Stell Dir einen Urlaubsort, wo Du auf gar keinen Fall hin möchtest! Der Ort ist so schlimm für Dich, dass es aus Deiner Sicht eine Katastrophe ist auch nur eine Stunde dort zu sein.

Nun stell Dir vor, Du musst, weil jemand Anders es gesagt und beschlossen hat genau dort hin! Der weiß nur nicht, dass Du dort nicht hin willst. Weil der Jemand nett zu Dir sein möchte, schickt er Dich gleich drei Wochen dort hin.

Wie geht es Dir mit der Vorstellung? Du darfst doch auf Urlaub fahren! Du bekommst ihn bezahlt, Du musst nicht einmal Deinen eigenen Urlaub dafür hernehmen, Du hast doch Sonderurlaub!

 

Guat gmant is oft is Gegenteil von guat!

Kennst Du den Satz: „Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut!“

Das würde in diesem Fall genau zutreffen. Dieser besagte Jemand hat es ja mit Dir gut gemeint. Was der nicht weiß ist, dass es für Dich dort so schlimm ist, dass Du es dort einfach nicht aushältst.

Nun stell Dir einen Kunden von Dir vor: Du möchtest ihm etwas verkaufen. Du präsentierst und Du präsentierst wirklich gut. Er stellt auch einige Fragen, nur eine stellt er Dir nicht:

„Was hab ich davon?“

Klar stellt Dein hoffentlich zukünftiger Kunde diese Frage. Er stellt sie nur nicht Dir indem er sie ausspricht. Er denkt sie. Er denkt sie immer! Die wurde ihm nämlich nicht abmontiert. Abmontiert wurde nur die Offenheit die Frage auch auszusprechen.

Beantworte ihm diese Frage und er wird bei Dir kaufen!

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Entdecken von dem, was Du und alle anderen Menschen davon haben!

Wolfgang Scherleitner

 

 

An´s no: Beobachte Kinder und erinnere Dich. Das was die können, konntest Du auch einmal und mit ein wenig Übung kannst Du es auch wieder!

 

10.000 Versuche

Durchhalten können!

Als eines meiner Kinder neun Monate alt war, erklärte es mir, dass es wohl für das Gehen nicht geschaffen sei und hat beschlossen sich für den Rest des Lebens von uns tragen zu lassen. Als ich ihm Mut zusprechen wollte sagte es: „Ich habe schon so oft versucht auf zu stehen und zu gehen. Ich bin immer wieder hin gefallen. Also bin ich der Meinung, dass ich nicht für das Gehen geschaffen bin. Das können nur Andere. Ich kann das halt nicht!“

 

 

Die ersten Zeilen stimmen natürlich nicht!!!!

Glücklicherweise können beide meiner Kinder gehen und das Gespräch hat auch nie stattgefunden. Kinder versuchen es immer und immer wieder. Kinder versuchen Fertigkeiten zu erlangen so lange bis sie es können.

Durchhalten ist in unseren Wurzeln verankert!

…. nur leider wird uns das irgendwann abmontiert.

Wir hören Sätze: „Dazu sind wir nicht gemacht! Das können vielleicht die Anderen, wir können das nicht!“

Kennst Du das Lied von Peter Alexander „Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere!“ Hier besingt Peter Alexander, dass eine Entenmama dem Küken erklärt, dass es die die süßen Früchte auf den Bäumen nicht bekommen kann, weil es klein ist. Als das Entenküken eine ausgewachsene Ente ist, geht es vor Gericht und klagt diese Ungerechtigkeit ein. Vor Gericht sagt die Maus, dass das nicht geht, weil die Kleinen zuerst wachsen müssten.

Wenn Du das Lied nicht kennst, am Ende dieses Blogs ist ein Link.

Als Kind habe ich dieses Lied nie verstanden. Mir war nicht klar, warum die Ente so doof ist, dass sie nicht auf den Baum fliegt, und warum die Maus nicht einfach, so wie alle anderen Mäuse auf Bäume klettert, um sich die Früchte zu holen. Mir war nicht klar, warum sie nicht das machen, was sie können um an die Früchte zu gelangen.

Ich bin mir heute noch nicht so ganz sicher, welche Botschaft dieses Lied haben soll. Soll es sozialkritisch sein, dass nur die Großen viel Geld, Erfolg und Ruhm haben dürfen, oder soll dieses Lied dazu ermuntern sich auf seine Wurzeln zu besinnen und mit dieser Basis erfolgreich zu werden.

Ich habe für mich beschlossen, dieses Lied soll dazu animieren neue Wege zu gehen, durch zu halten und mit dem was man kann Erfolgreich zu werden.

Die Großen waren ja auch einmal klein. Vielleicht vor Generationen, aber irgendwann sind sie einfach auf den Baum geflogen oder geklettert und haben sich die süßesten Früchte geschnappt. Sie haben es immer und immer wieder probiert, bis sie herausgefunden haben, wie sie auf den hohen Baum kommen können.

Die Basis des Erfolgs ist Übung und Durchhalten. Von einigen Weltklassefußballspielern wissen wir, dass sie als erste auf dem Platz sind und nach dem Training noch eigenständig weitertrainieren.

Marcel Hirscher hat in einem Interview erzählt, dass er um vier Uhr morgens am Gletscher steht und mit dem Training beginnt. Der Reporter hat gefragt, wer aus dem Team rund um Hirscher denn bei dieser Uhrzeit der sei, der immer zu spät kommt. Hirscher hat darauf gesagt, dass es das nicht gibt. Alle sind zumindest zehn Minuten zu früh dort.

Mozart soll angeblich mit zwölf schon so viel Klavier gespielt haben, wie ein Zwanzigjähriger heute.

Alle wollen immer Erfolg-reich sein, niemand möchte es werden. Das habe ich einmal in einem Seminar gehört und mich gewundert, was der da draußen meint. In der Pause wurde es mir klar. Ich habe mit einer mir fremden Person gesprochen und der hat gesagt: „Na der hat leicht reden, so erfolgreich wie der ist!“ Ich habe dann gesagt, dass der ja nicht reich auf die Welt gekommen ist. Der da draußen hat sich alles erarbeitet. Worauf mein Gegenüber gemeint hat, dass das Seminar Schwachsinn ist und er jetzt nach Hause geht. Er sei nicht bereit seine Freizeit für so was zu opfern.

Wenn wir erfolg-reich sein möchten, dann müssen wir auch länger am Platz bleiben als der Durchschnittsspieler, länger vor dem Laptop sitzen und Strategien ausarbeiten als der Durchschnitt, immer und überall bereit sein zu lernen.

Damit wir das auch schaffen müssen wir Spaß dabei haben. Wenn wir keinen Spaß bei der Sache haben, werden wir ausbrennen und wieder nicht erfolgreich werden.

Wenn wir hinfallen müssen wir aufstehen!

Wenn wir wieder und wieder aufstehen müssen wir uns bewusst sein, dass wir das können. Wir können das Aufstehen, das haben wir in unseren Genen. Alle von uns haben das in den Genen.

Alle, die jetzt sagen, dass das nicht so ist, denen wurde diese Fähigkeit abmontiert.

Ich wünsche Dir viel Spaß, wenn Du so oft aufstehst, dass sich die Anderen über Dich wundern!

Wolfgang Scherleitner

 

 

Ans no: Was machen die Pferde, Elefanten und Kühe, wenn die Bäume bis zu der Höhe bis zu der sie reichen leergefressen sind? Sie haben keine Chance.

Was machen die kleinen Tiere? Sie klettern oder fliegen einfach höher!

Ah jo und no ans: Meine Kinder sind immer andere Wege gegangen als der Durchschnitt, selbst die Verwendung des Bobbycars war oft anders. Das Bild zeigt meine Tochter kurz bevor sie freihändig auf dem Lenkrad steht.

 

und hier das versprochene Lied: www.youtube.com/watch?v=StY353HKlyQ

 

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